Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Wie es sein kann, dass die Erinnerungen zu "Goldkopien" und zum "Seligkeitsreich" werden | 1686. Aber da die hier geltende Form von Lebensauffassung ausschließlich auf Erinnerungen basiert und diese Erinnerungen mentales Wiedererleben von ebenso dunklen wie hellen Erinnerungen sind, wie kann es dann sein, dass sie hier alle nur als Licht und Seligkeit erlebt werden können? – Wie geschieht die Läuterung jener Erinnerungen, welche die Gedächtnissphäre als "Seligkeitsreich" bedingen? – Das Fundament dieser Verwandlung der Erinnerungen in Goldkopien sind die beiden vorhergehenden Reiche im Spiralkreislauf, nämlich das "Weisheitsreich" und die "göttliche Welt", die die Bereiche oder Spezialzonen der Intelligenz bzw. der Intuition sind. Hier werden die irdischen Finsterniserlebnisse des Individuums mit Hilfe der Logik der Weltstruktur, die dasselbe ist wie Allliebe, analysiert und identifiziert. Hier gilt der göttliche Wille ausgedrückt in den Worten: "Von allen Bäumen des Gartens darfst du essen, doch vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen; denn sobald du davon isst, wirst du sterben". Alle Erinnerungen werden hier durchgenommen, analysiert und geprüft, bis sie im Weltplan als Glied in dessen Liebesstruktur aufgehen. Wenn jedoch alle Erinnerungen schon hier in der göttlichen Welt, die der letzte Teil der äußeren Welt im Spiralkreislauf ist, hundertprozentig leuchtend geworden sind, ist es nicht so merkwürdig, dass sie im Seligkeitsreich als Goldkopien erscheinen. "Goldkopien" sind ja in diesem Fall genau das Gleiche wie die Erinnerungen an die materiellen, physischen Finsterniserlebnisse, wiedergegeben in überirdischen, mental leuchtenden und funkelnden Materien und befreit von den giftigen Dornen und Stacheln, die auf der physischen Ebene und im Fegefeuer Schmerzen, Tränen und Lebensüberdruss verursachten. |
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