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(1591-1938) 
 
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Das Mysterium der "Jungfrauengeburt" Jesu  1718. Wie kann es nun sein, dass ein Mensch so ganz anders ist als alle anderen Menschen auf der Erde? – Dass er "Gottes Sohn" war, dass er "vom heiligen Geist gezeugt" war und folglich als von einer "Jungfrau geboren" bezeichnet wurde, ohne einen physischen, körperlichen Vater zu haben, ist keine akzeptable Analyse, ist keine Wahrheit, wenn die Worte rein buchstäblich verstanden werden sollen. Es ist nur eine Hypothese, mit der die Nachwelt jenes Mysterium oder Rätsel erklären wollte, das die Psyche des Welterlösers an sich für diese Nachwelt war. Aber die Hypothese ruht auf keinem wissenschaftlichen Grund und hat deshalb längst ihre Macht über die auf Intelligenz oder Wissenschaft eingestellten Wesen verloren. Die überlieferte Erzählung ist nur eine primitive erdenmenschliche Vorstellung oder Auffassung. Was aber sagt die Wirklichkeit oder das Leben selbst zu diesem Thema, denn nur die Sprache des Lebens selbst kann die absolute Wahrheit sein. Kommt es in irgendeinem Fall unter den jetzigen zwei Milliarden Menschen der Erde vor, dass ein Individuum von einer Jungfrau geboren wird? – Ist es nicht eine genauso realistische Tatsache, dass jedes Kind, das zur Welt kommt, sich nur in einem Organismus befinden kann, der ein Produkt der Samenvereinigung eines männlichen und eines weiblichen Geschlechtswesens oder deren Vereinigung als ein Fleisch und Blut ist? – Nein, man hat so eine Erscheinung, so einen Verstoß gegen die Normalität, noch nie gesehen, ja, man kann sogar beweisen, dass eine solche Erscheinung unter den Wesen der Menschheit auf der irdischen Stufe vollkommen undenkbar wäre. Es ist richtig, dass es unter sowohl den Pflanzen wie auch den Insekten Lebensformen gibt, die selbstbefruchtend sind, und es ist möglich, dass man auf schreiend unnatürlicher, künstlicher Weise die Geschlechts- oder Fortpflanzungstätigkeit auf Abwege leiten und eine Art Organismus ohne einen Vater hervorbringen kann, aber was glaubt man, was das für ein Organismus werden würde? – Glaubt man, dass ein solcher Organismus ein Werkzeug für ein intellektuelles und vollkommen normales Wesen werden könne. Nein, ein Wesen, das sich eventuell durch ein solches Monstrum von einem leiblichen Körper manifestieren muss, durch ein solches Produkt der erdenmenschlichen Spekulation und des Sadismus, könnte niemals seinen wahren normalen Geist zeigen. Und weshalb soll die Geburt und Inkarnation des Welterlösers unbedingt darauf angewiesen sein, eine Abnormität zu sein? – Sollte es herrlicher, sollte es göttlicher sein, dass er keinen leiblichen Vater hatte? – Wenn ein männliches Geschlechtswesen mental nicht rein genug dazu wäre, Jesu Vater zu sein, wie kann dann ein weibliches Geschlechtswesen rein genug dazu sein, Jesu Mutter zu sein? – Ist die Frau reiner als der Mann? – Dann ist es doch merkwürdig, dass die Bibel besagt, dass "ein Mann das Haupt seiner Frau sein soll, ebenso wie Christus das Haupt der Gemeinde ist". Ist es nicht deutlich, dass das Postulat von der Jungfrauengeburt Jesu ein Produkt erdenmenschlicher Engstirnigkeit oder Ablehnung des Göttlichen im normalen Geschlechtsverhältnis zwischen Mann und Frau ist. Es ist die unreine Auffassung unreiner Seelen vom göttlichen Willen, was den Fortpflanzungs- oder Befruchtungsprozess der Erdenmenschheit betrifft. Aber hier muss man daran denken, dass diese Wesen guten Glaubens waren. Sie hatten keine Intellektualität, um die Lösung des Mysteriums "Jesus" anders zu verstehen oder aufzufassen.


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