Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Es ist ein Segen, dass der Geschlechtsverkehr nicht mehr in Befruchtung resultiert als es eben der Fall ist | 1739. Ist es denn nicht ein Unglück oder eine Unannehmlichkeit für die Fortpflanzung der Menschheit, dass die sexuelle Organfunktion nicht nur die Befruchtung fördert, sondern auch eine andere Mission hat? – Nein, wie könnte es unter den jetzigen Verhältnissen in der Welt ein Unglück sein? – Werden nicht genug Menschen auf der Welt zu Krieg und Gaskammern, zu Not und Elend, zu Krankheit, Selbstmord und anderen Formen von viel zu frühem Tod geboren? – Wie glaubt man, dass die Welt aussehen würde, wenn auf jeden Geschlechtsverkehr eine Befruchtung folgte? – Glaubt man, es wäre zu ertragen, wenn sich die Menschen der Welt nur um zehn Mal verdoppelten, was, wie wir ja schon wissen, in gar keiner Weise annähernd die wirkliche Anzahl beträge, um die es sich handelt, wenn die sexuelle Auslösung der Menschen im Bereich des Möglichen eine Befruchtung zur Folge hätte? – Wäre es nicht eine Unannehmlichkeit statt eines Segens, wenn heute bei jeder Warteschlange auf jeden Anstehenden fünfzig neue Beteiligte kämen? – Müsste es dann nicht eine umso größere Anzahl geben, denen es an einer Wohnung oder Unterkunft, Nahrung, Kleidung und Arbeit usw. mangelt? – Es bedarf hier keines kosmischen Bewusstseins, um zu erkennen, dass es unter den gegenwärtigen Verhältnissen auf der Erde absolut kein Segen wäre, wenn eine größere Anzahl Paarungsakte, als es der Fall ist, eine Befruchtung zur Folge hätte. Es ist also ein Segen, dass dies nicht geschieht. |
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