Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Der Widerstand gegen die natürliche sexuelle Verwandlung des Erdenmenschen ist eine Sabotage an Gottes Schöpfung des "Menschen als sein Abbild" | 1788. Die einpoligen Wesen, d.h. die Wesen männlichen und weiblichen Geschlechts, sind also unfertige Wesen, wenn vom "Menschen als Abbild Gottes" die Rede ist. Die spezielle organische Struktur, die eine Psyche festhält, die nur eine partielle Sympathie für die Umgebung auslösen kann oder eine Sympathie für einen im Voraus angepassten, unentbehrlichen Nächsten, nämlich für ein Wesen des anderen Geschlechts, die aber Rivalisierung und Hass gegen Wesen des eigenen Geschlechts bedeutet, zu einer ewigen, festen mit Hilfe von Todesstrafe aufrechterhaltenen Moralbasis zu machen, kann nur bedeuten, im allerhöchsten Maße der Natur, dem Leben oder dem Willen oder der Absicht Gottes mit dem Menschen zu trotzen. Auf die Dauer kann nicht vermieden werden, dass dies eine Sabotage an Gottes Erschaffung des "Menschen als sein Abbild" wird. Es wird deshalb nun Zeit, dass man sich ein wenig den Kreislauf der sexuellen, organischen Struktur des Erdenmenschen ansieht. Aufgrund des ganzen gegenwärtigen psychischen und seelischen Zustands des Erdenmenschen ist dessen sexueller Drang oder sexuelles Bedürfnis nicht geringer geworden. Hier zeigt überhaupt nichts an, dass das sexuelle Prinzip an sich im Begriff steht aufzuhören. Der Sachverhalt ist dagegen der, dass die sexuelle Befriedigung in einem Ausmaß betrieben wird, das unmöglich in die Beschränkung der gestellten, autorisierten und religiösen Tugenden hineinpasst. Millionen Paarungsakte werden also unter befruchtungshindernden Formen ausgeführt, ganz von dem Ozean an geschlechtlichen Befriedigungen abgesehen, die völlig außerhalb der üblichen oder sogenannten "natürlichen" Paarungsmethoden in Form von sogenannten "unnatürlichen" oder "homosexuellen" Erscheinungen vorkommen. Moralvorschriften, rechtliche Verfolgung und Strafe, üble Nachrede, Hohn und Spott haben also in keiner Weise die sexuelle Entwicklung des Edenmenschen aufhalten oder die sexuelle Befriedigung innerhalb der vorgeschriebenen, autorisierten Moralgesetze halten können. Diese Moralgesetze sind längst geschwächt und gesprengt worden und haben für Millionen Erdenmenschen keine Bedeutung mehr. Dass juristische oder polizeiliche Maßnahmen und Interventionen hier, wie in so vielen anderen führenden seelischen oder psychischen Anlagen des Lebens, notwendig waren und es immer noch sind, ist natürlich klar. Solange die Menschen noch in einem so großen Ausmaß, wie es der Fall ist, tierische Tendenzen haben und davor nicht zurückweichen, die Zufriedenstellung ihrer Begehren durch Macht und Terror, Mord und Totschlag zu erreichen, solange die vorläufige Heimatlosigkeit ihres sexuellen Triebs viele Individuen zu unnatürlichen Neigungen gebracht und sie zu Sadisten, Brandstiftern oder Wesen mit anderen ernsten Entgleisungen der normalen sexuellen Entwicklung gemacht hat, sind Schutzmassnahmen absolut notwendig. Solche abnormen Wesen können ja eine Gefahr für die Gesellschaft und nicht zuletzt für sich selbst sein, wenn gegen die Entgleisungen und deren Wirkungen keine schützende, juristische Mauer aufgestellt wird. |
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