Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Wieso das Lebewesen unsterblich ist | 1794. Wir kennen diese Zonen bereits und wissen, dass das gesamte Lebenserleben von der Dunkelkulmination bis zur Lichtkulmination aus sechs Zonen besteht. Und dass diese Zonen eben den vollkommenen Kreislauf bilden, d.h. die Lebensbahn des Individuums, von der Lichtkulmination über die Dunkelkulmination wieder zur Lichtkulmination und so fortdauernd. Außer in dieser Form existiert das Lebenserleben nicht, andernfalls würde es außerhalb des einen oder anderen der zwei Kontrastprinzipien geraten und die totale Stille, d.h. das totale Aufhören von Wahrnehmung oder Lebenserleben, würde eintreten. Was sollte das Leben dann wieder in Gang setzen? – Der absolute Tod müsste in Form eines ewigen Unmanifestierten herrschen. Das ewig existierende "göttliche Etwas" könnte nur völlig ohne Bewusstsein, Denken, Willen und Bewegung existieren. Keine Farbe, kein Licht, kein Dunkel, sondern ein totales "Nichts" würde das beherrschen, was wir heute das Erleben des Lebens nennen. Während der Kulmination der Finsternis existiert also noch gerade soviel Licht in der Psyche oder im Bewusstsein des Lebewesens, dass es den Kreislauf weiter bis zur Lichtkulmination fortsetzen kann, wie auch während der Kulmination des Lichts in der Psyche dieses Wesens gerade soviel Dunkel vorhanden ist, dass es den Kreislauf fortsetzen kann, bis dessen Kontrast kulminiert. Das Leben kann deshalb nicht sterben oder aufhören. Es hat ewig existiert und muss weiterhin ewig existieren. Diese ewige Existenz wird also kraft dessen aufrechterhalten, dass dieses ewige Kreislaufprinzip das Erlebensvermögen des Individuums von einem latenten Zustand oder einer Mindestentfaltung bis zu einer Kulmination oder größtmöglichen Entfaltung und von diesem Zustand aus wieder zu einer Mindestentfaltung und dann wieder zu einer höchstmöglichen verwandelt und so in alle Ewigkeit fortsetzend. |
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