Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Etwas, was zeigt, dass die Mentalität der Erdenmenschheit den Gesetzen des Kreislaufs untergeordnet ist | 1797. Aber sogar im strengsten Winter im Jahreskreislauf ist soviel Aufrechterhaltung des Lebens vorhanden, dass es die kalte Jahreszeit überleben und beginnen kann, einen reicheren und größeren Zustand des Lebenserlebens zu entfalten, sobald die Sonne des Frühlings zu scheinen anfängt und wieder das Gelände erwärmt. So ist es auch mit dem Spiralkreislauf der Wesen selbst, der auch seine Jahreszeiten hat (siehe Symbol Nr. 10 im Livets Bog, Band 3 bzw. Symbol Nr. 17 in Das Ewige Weltbild, Band 2). Dass das Lebenserleben der Wesen an sich rhythmisch ist und in derselben Weise einen Kreislauf bildet wie alle anderen Energiearten im Dasein, wird aufgrund jenes Umstands zur Tatsche, dass wir den Lebensrhythmus oder Kreislauf der Lebewesen verfolgen können. Die Erdenmenschen können gerade anfangen, zwischen dem sogenannten "Bösen" und dem sogenannten "Guten" zu unterscheiden, nicht nur im Innern ihrer eigenen Psyche oder Mentalität, sondern auch in der Entwicklung dieser Mentalität. Dass Entwicklung überhaupt vorkommt, macht es eben zur unerschütterlichen Tatsache, dass es Bewegung gibt. Bewegung kann wiederum niemals in irgendeiner Form des freien Zustands existieren, ohne einen Kreislauf zu bilden. Die Propheten oder die größten Weisen konnten demgemäß die Worte aussprechen: "Solange die Erde besteht, sollen nicht aufhören Aussaat und Ernte, Kälte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht". Deshalb ist das Wasser abwechselnd eine Schlammlache und klares Trinkwasser, trübe Atmosphäre und klarer Himmel, farblose Luft und Morgen- und Abendrot. Ist es deshalb nicht auch so, dass sowohl der Erdenmensch als auch die anderen Lebewesen auf der Erde die Stadien Kindheit, Jugend, Mannesalter und Greisenalter repräsentieren müssen? – Und sehen wir uns die Entwicklungsbahn der Lebewesen an, ist es leicht zu entdecken, dass diese eine mentale Kältezone und eine mentale Wärmezone darstellt. Ja, sind das nicht gerade zwei große Objekte für die Wahrnehmung des Erdenmenschen? – Hat dieser nicht eine beginnende Antipathie gegen mentale Kälte und eine beginnende Sympathie für mentale Wärme? – Ist nicht ein wahrer dauerhafter Frieden auf der Erde das allgemeingültige unerschütterliche Objekt des gegenwärtigen Verlangens oder der Sehnsucht der Erdenmenschheit? – Arbeiten nicht alle politischen und religiösen Parteien in Richtung dessen, was sie selbst für eine Förderung dieses Friedens oder der Schaffung eines höheren physischen und geistigen Niveaus, eines zukünftigen goldenen Zeitalters oder eines Paradieses auf Erden halten? – Dass sie in diesem Streben mitunter völlig gegensätzlicher Ansichten sind und miteinander kämpfen, ändert nichts an der Tatsache, dass sie eine höhere Form von Lebenserleben, ein besseres irdisches Dasein schaffen möchten, in dem Krieg eine Unmöglichkeit wäre. Ja, der Kreislauf der Mentalität lässt sich wirklich nicht leugnen. |
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