Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Warum zulassen, dass veraltete Traditionen, die auf Ansichten der Massen, auf Naivität und Aberglauben basieren, den Weg zum ehrlichen Studium der sympathischen Veranlagung oder jenes Prinzips der wahren Nächstenliebe sperren, ohne welches ein absoluter Weltfrieden unmöglich erschaffen werden kann | 1810. Wenn aber die ganze erdenmenschliche Misere nun einmal ihre tiefste Ursache in der sympathischen Veranlagung hat, warum verhält man sich dann nicht offen und ehrlich zu allem, was für die wissenschaftliche Beleuchtung dieser Anlagen von Bedeutung sein kann? Weshalb lässt man sich von den üblichen Ansichten der Menge und dogmatischen Traditionen leiten, die auf Unkenntnis und Aberglaube basieren? – Weshalb lässt man ein unintellektuelles oder tierisches Gefühl die Intelligenz unterbinden, d.h. jene Fähigkeit, mittels der die Angelegenheit mit Leichtigkeit hätte beobachtet und verwirklicht werden können? – Tausende Menschen auf der Welt haben faktisch eine Intelligenzfähigkeit, die weit die Kapazität überragt, die gebraucht oder benötigt wird, um die strahlende, zweckmäßige Bedeutung zu erkennen, die die sexuelle Struktur oder die sympathische Veranlagung ihrer Bestimmung nach in der Erdenmenschheit erzeugen oder bewirken soll. Ja, man kann geradezu sagen, dass der von allen Erdenmenschen gewünschte andauernde Frieden niemals zur absoluten Wirklichkeit werden kann, solange die Wesen im Aberglauben und Irrtum leben, was die Entwicklung der Anlagen oder jener organischen Funktion betrifft, die das Fundament der Sympathie oder Nächstenliebe ist, ohne die ein wahrer totaler Weltfrieden nicht existieren kann und mit der er identisch ist. |
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