Stern-Symbol im Menü


Lesen und suchen im Das Dritte Testament
   Ziff.:  
(1591-1938) 
 
Erweiterte Suche
   

 

C-Menschen. Die Wesen der unglücklichen Ehen, der Scheidungen, der Scheinehen und der beginnenden menschlichen Eigenschaften  1833. Nach dieser Gruppe kommen wir zum dritten Bereich des erdenmenschlichen Sexualismus. Hier finden wir alle in der Ehe oder im Paarungsverhältnis außerordentlich degenerierten Wesen. Sie sind flüchtig, was die Ehe oder die Paarung betrifft. Sie wandern von Ehe zu Ehe. Sie leben ständig in einer Scheidungssphäre und den hiermit verbundenen Widerwärtigkeiten. Wenn diese Wesen das ganze Leben lang dieselbe Ehe aufrechterhalten können, dann geschieht dies nicht aus natürlichem Drang oder weil sie in der eingegangenen Ehe in außergewöhnlich beständigen Flitterwochen leben, sondern weil sie aus einem wahren und höher entwickelten menschlichen Gefühl heraus oder aus wirklicher Liebe es nicht über das Herz bringen können, eine Scheidung oder Auflösung der Ehe zu verwirklichen, teils aus Rücksicht auf die Kinder, teils auch aus Rücksicht auf den Ehepartner, dem die Scheidung eventuell Kummer verursachen würde und für den sie ein unglücklicher Zustand wäre. Es ist auch oft so, dass eine gewünschte Scheidung deshalb vermieden wird, weil sie ungünstige ökonomische Umstände für die Betreffenden zur Folge haben würde. Aber eine Ehe, die sich nur auf Mitleid gründet, ist keine Ehe, wie auch eine Ehe, die nur auf ökonomischen Tatsachen basiert, keine Ehe ist. Der erste Fall ist eine Kreuzigung des liebevollen Beteiligten, während letztgenannter Fall eine Prostitution ist. Die Ehe sollte sich ausschließlich auf jene reine Paarungssympathie gründen, die sich in "Verliebtheit" äußert. Diese von Drüsenfunktionen aufrechterhaltene Verzückung ist das einzige rechtmäßige Fundament für die Ehe. Sie ist also das absolut Einzige, was ein sexuelles Zusammenleben zu einer wahren Ehe macht. In jeder Situation, in der die Ehe nicht auf diesem Fundament ruht, ist sie, trotz Trauschein und anderen Formen des Segens von Seiten des Staates und der Kirche, nur eine Scheinehe, d.h. eine Tarnung, die nur deshalb aufrechterhalten wird, weil sie ein geringeres Übel ist als eine Scheidung. Man versteht folglich, dass die Bezeichnung "die Zone der unglücklichen Ehen" nicht falsch ist, sondern dass sie hier bezüglich der erdenmenschlichen, ehelichen Degeneration bis zu hundert Prozent der Wahrheit entspricht. Innerhalb dieser Gruppe von Wesen, die wir "C-Menschen" nennen wollen, finden wir in großem Ausmaß die eheliche Degeneration und eine gewisse Form von Unmoral auf dem ehelichen Gebiet. Diese Wesen sind gleichzeitig, wie schon erwähnt, in ihrem Verhältnis zur Gesellschaft, außer auf diesem Gebiet, mitunter außerordentlich aufopfernd und positiv schöpferisch. Ein Teil dieser Wesen tritt als Genies der Kunst, Literatur, Musik, Wissenschaft und Technik in Erscheinung. Auf diesen schöpferischen Gebieten können sie sehr große Humanität oder hohe gemeinnützige Moral und Aufopferung zeigen. Wir sehen also, dass diese Wesen diejenigen darstellen, in denen der große Verwandlungsprozess des Erdenmenschen am deutlichsten ist. Ihr Bewusstsein beherbergt kraft ihres Genies ein gigantisches, kulturelles und gesellschaftsnützliches Gebiet, aufgrund dessen sie daran teilnehmen, die Gesellschaft einer höheren Kultur, einer höheren Kunst und genialen Schöpfung und somit einer schöneren physischen Welt als der gegenwärtigen entgegenzuführen. Ihr schwaches Gebiet ist also ihr ehelicher Zustand. Hier können sie sich nicht mit den "A-Menschen" messen, bei denen der eheliche Bereich den fundamentalen Teil ihres Bewusstseins bildet. Aber die letztgenannten Menschen sind andererseits, durch ihre egoistische und feindliche Gesinnung ihrem eigenen Geschlecht gegenüber, fast ganz ohne Nächstenliebe. Die schwache Seite dieser Wesen ist also ihr Verhältnis zum Staat, zur Nation oder zum Rechtswesen der Gesellschaft, das zum Schutz und Behüten dieser Wesen vor ihrer eigenen egoistischen oder tierischen Natur entstanden ist und zum Schutz für alle anderen Menschen, die hochkulturellen und humanen, gegen die noch wilde oder unkultivierte und damit unmenschliche oder tierische Natur der erstgenannten primitiven Wesen.


Kommentare bitte an das Martinus-Institut senden.
Fehler- und Mängelanzeigen sowie technische Probleme bitte an Webmaster senden.