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(1591-1938) 
 
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Moses und Christus als die großen Propheten des Gebots der Ehe bzw. des Gebots der Nächstenliebe  1848. In der Bibel haben wir einen außerordentlich großen Repräsentanten für jede dieser beiden großen Kulturepochen. In der ersten Epoche, also der der Ehe, haben wir Moses und in der anderen, in der Epoche der Allliebe, haben wir den Welterlöser Jesus Christus selbst. Der erste ist ein so ausgeprägter Prophet der Ehe und der hiermit verbundenen Gesetze, dass er geradezu die Todesstrafe für jede höher ausgelöste Sympathie zwischen Wesen des gleichen Geschlechts vorschreibt, während Christus sich auf die allerhöchste Sympathie zwischen den Wesen, ganz unabhängig vom Geschlecht, als das einzige Zukunftsideal für die Menschen seiner Zeit und denen der Zukunft beruft und somit den Weg zur Vollkommenheit oder den Weg zum Himmelreich und zum Vater verkündigt. Wir sehen in diesen zwei großen göttlichen Vertretern zwei sehr stark leuchtende Sterne auf dem Weg der erdenmenschlichen Entwicklung. Ihr Licht ist, jedes für sich, so unterschiedlich in Farbe und Glanz, dass es leicht zu sehen ist, dass sie zusammen eine mentale Drehung oder Verwandlung in der Entwicklung der erdenmenschlichen Psyche darstellen. Zu Mose Zeiten ist das Gesetz der Ehe ein sehr aktuelles und wichtiges Problem gewesen. Zu jener Zeit brauchte man keinen Christus oder Erklärer einer Sympathie, die außerhalb der Ehe oder rassenmäßigen Fortpflanzung und des Bestehens des Volkes lag. Später sollten sich also Tendenzen im Volk zeigen, die die Ehe in ihren Grundfesten erschütterten und sie dazu brachten, eine beginnende Degeneration aufzuweisen. Diese Degeneration hat man weder mit den Mosesgesetzen, der Todesstrafe oder mit theologischen und geistlichen Verbannungen ändern können.


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