Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Wie eine beschleunigte Entwicklung der gegensätzlichen Polkonstruktion des Wesens und die darauf beruhende Überdimensionierung dieser Struktur entstehen können | 1856. Für diese beiden überdimensionalen Poltypen, d.h. für die "maskuline Frau" und den "frauenhaften Mann", gilt, dass das neue Wesen ihres Bewusstseins bei weitem nicht so entwickelt ist wie das Wesen ihres viele Inkarnationen alten, normalen Pols, der jetzt allzu sehr von der stark hervortretenden Überdimensionierung des gegensätzlichen Pols und der hierauf beruhenden Führung des Tagesbewusstseins des Wesens zurückgedrängt wird. Diese Überdimensionierung basiert also nicht auf Entwicklung, denn dann wäre sie ja nicht abnorm. Sie basiert dagegen auf dem Umstand, dass ihr Träger zu irgendeinem Zeitpunkt in früheren Leben einer sexuellen Verführung oder einem anderen abnormen Verhältnis ausgesetzt war, das im Stande war, die sexuelle Denkweise des betreffenden Wesens verstärkt zu aktivieren und eine Flucht aus der normalen Entwicklungslinie herbeizuführen. Diese dadurch entstandene besondere sexuelle Einstellung ist folglich nach und nach zum Gewohnheitsbewusstsein geworden, so wie z. B. Trunksucht oder Tabakrauchen oder andere bewusstseinsmäßige Abnormitäten zur Gewohnheit, d.h. zu einer übertriebenen Gier, werden können und die schlimmstenfalls erst dann bekämpft werden können, wenn sie eine Katastrophe verursacht haben. Diese sexuelle Verführung oder andere Ursachen der Entgleisung können z. B. so vor sich gegangen sein, dass ein erwachsener Mensch, dessen Neigung, geschlechtliche Befriedigung bei Personen des eigenen Geschlechts zu suchen, in einem solchen Ausmaß entartet war, dass es ihm nicht genügte, mit anderen Erwachsenen zu verkehren, sondern so entgleist war, dass er sexuellen Verkehr mit Unreifen, Minderjährigen oder Kindern begehrte. Da die Erdenmenschheit in ihrem sexuellen Verwandlungsprozess weit vorgeschritten und der gegensätzliche Pol bei allen Kulturmenschen mehr oder weniger entwickelt oder weit gekommen ist, existiert bereits tief in jedem einzelnen Menschen, wenn auch unbewusst, eine entsprechende Tendenz, Sympathie für das eigene Geschlecht zu empfinden, aber diese wird von ihrem Träger nicht erkannt und soll ihm am besten auch nicht anders wach tagesbewusst werden als durch eine von der Natur selbst diskret und behutsam oder unmerklich geförderte normale Polentwicklung. Dann erzeugt sie nicht, wie wir später sehen werden, all diese Qualen und Abnormitäten, die sie jetzt infolge der von den Menschen selbst herbeigeführten allzu forcierten Entwicklung verursacht. |
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