Stern-Symbol im Menü


Lesen und suchen im Das Dritte Testament
   Ziff.:  
(1591-1938) 
 
Erweiterte Suche
   

 

Das Abnorme beim femininen Mann und bei der maskulinen Frau  1860. Das Abnorme in der Psyche des femininen Mannes und der maskulinen Frau besteht darin, dass diese eine lebenswichtige Organfunktion allzu sehr außer Funktion gesetzt bekommen, wodurch den betreffenden Wesen der Kontakt mit jenem regulierenden Einfluss ihres eigenen natürlichen und tragenden Pols entzogen wird, den sie in Wirklichkeit unmöglich entbehren können, ohne in entsprechendem Grad eine mentale Invalidität aufzuweisen. Dem normalen männlichen Organismus und dem normalen weiblichen Organismus kann der Einfluss ihres regulären maskulinen bzw. femininen tragenden Pols nicht plötzlich entzogen werden, ohne sie zu verkrüppeln und zu mangelhaften Werkzeugen für das Erleben des Lebens auf den Stufen zu machen, die die betreffenden Wesen noch nicht zu Ende ausgelebt haben und die deshalb ihre mentale oder psychische Heimat ausmachen. So wird z. B. die Tendenz sich zu verlieben eines der noch nicht zu Ende gelebten Gebiete sein, die bewirkten, dass der feminine Mann und die maskuline Frau dazu prädestiniert sind, in unglücklicher Liebe zu leben. Bei der normalen Polentwicklung ist die Tendenz sich zu verlieben ganz ausgelebt, bevor das Wesen auf dem Gebiet des gegensätzlichen Pols völlig wach tagesbewusst geworden ist. Es ist folglich nicht dazu fähig, sich in sein eigenes Geschlecht zu verlieben. Seine Sympathieauslösung wird dann eine in absoluter Reinkultur hervortretende wahre Nächstenliebe sein. Und hier haben wir also den vollkommenen Menschen, der von Natur aus als wirklich angeborene, organische Funktion das große Gebot erfüllen kann: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst".


Kommentare bitte an das Martinus-Institut senden.
Fehler- und Mängelanzeigen sowie technische Probleme bitte an Webmaster senden.