Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Die Kindheits- und Jugenderlebnisse des Wesens sind hauptsächlich nur Repetitionen von Bewusstseinsverhältnissen, die von diesem Wesen in seinen früheren Erdenleben bereits überwunden wurden | 1878. Wenn der H-Mensch in so drastische eheliche Verhältnisse kommen kann – obwohl seine Fähigkeit sich zu verlieben, aufgrund seines hohen Entwicklungsstandards und seiner Intellektualität nur noch einige letzte und so schwache, dünne Fäden ausmacht, dass es nur eine Zeitfrage ist, bis sie bersten und das Wesen nicht mehr dem Tierreich angehört, sondern ein wahrer Mensch geworden ist –, dann ist das auf den Umstand zurückzuführen, dass der H-Mensch so weit in der Entwicklung fortgeschritten ist, dass das Stadium der Ehen in Wirklichkeit nur eine Repetition oder ein Wiedererleben davon ist, was eigentlich schon in früheren Leben zu Ende erlebt wurde. Wie wir bereits wissen, sind Kindheit und Jugend nur Repetitionsstadien im Erdenleben des Lebewesens, in denen die Manifestationen hauptsächlich nur ein Wiedererleben von Bewusstseinstendenzen sind, die dieses Wesen bereits in früheren Erdenleben überwunden hat. Wenn diese Repetitionsperiode beendet ist, was den Erdenmenschen betreffend in dessen dreißigstem Lebensjahr geschieht, tritt sein Mannesalter ein. Dann ist sein Bewusstsein in der gegenwärtigen Inkarnation fertig aufgebaut und tritt mit jenem Standard hervor, den das Wesen kraft der Entwicklung in früheren Leben im Stande war zu erreichen. Danach geht die weitere Entwicklung des Wesens in neue Bewusstseinsbereiche über, deren Überwinden und Beherrschen dieses Wesen nun anfängt sich anzueignen. Ein jedes solches Überwinden von Bewusstseins- und Manifestationsbereichen wird im nächsten Erdenleben aufs Neue zu einem Kampf, aber nur zu einem verhältnismäßig leichten Wiedererleben, wodurch das Wesen sich im Verhältnis zu jenem betreffenden Bewusstseinsfeld, das wiederholt wird, dieser seiner Position oder Überlegenheit wach tagesbewusst wird. So werden alle, sowohl physische wie psychische Talente, von der einen Inkarnation zur anderen übertragen. Jedes angeeignete Überwinden der Gedankenklimate, der Materie oder des Stoffs im Erwachsenen- und Altersstadium wird im Kindheits- bzw. Jugendstadium in der zukünftigen neuen Inkarnation wiedererlebt. Dieses Übertragen der Erlebnisse aus dem Erwachsenenstadium auf das Jugendstadium des nächsten Lebens geht graduell vor sich. Die zuletzt überwundenen Stadien im vorigen Leben werden in der gegenwärtigen Inkarnation unmittelbar vor dem Eintreten des Erwachsenenalters wiederholt, also wenn das Wesen Ende zwanzig ist. Stadien, die in Leben überwunden wurden, die noch weiter zurückliegen, werden in entsprechendem Ausmaß früher in der Jugend des Wesens wiederholt, d.h. Mitte zwanzig, je nach dem Platz jenes Lebens in der Reihe der früheren Inkarnationen, in dem sie als Schicksal auftraten und überwunden wurden. |
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