Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Der I-Mensch ist der vollreife Aspirant zur "großen Geburt" | 1882. Der I-Mensch ist der vollkommenste oder am meisten entwickelte von den noch uneingeweihten Erdenmenschen. Er ist allen anderen Erdenmenschen in Nächstenliebe, Moral und Wesensart überlegen. Er kann es einfach nicht über sich bringen, einem anderen Wesen etwas zu Leide zu tun, weder Tieren noch Menschen, ja nicht einmal Pflanzen. Es versteht sich natürlich von selbst, dass ein solches Wesen Vegetarier ist. Es ist über das juristische Rechtssystem und dessen Gesetze und Vorschriften hoch erhaben. Wenn die Erde ausschließlich von I-Menschen bevölkert wäre, dann wäre das genannte Rechtswesen völlig überflüssig, da diese Menschen mit einer Moral von kulminierender Gerechtigkeit leben und eine Nächstenliebe in ihren Herzen tragen, die sie nur dazu bringen kann, Frieden, Freude, Glück und Segen für alle und jeden zu manifestieren. Dank dieser ihrer hohen Entwicklung von Moral und Liebe sind I-Menschen keine Anhänger irgendeiner Sekte. Sie können nicht an Dogmen gebunden werden, die ihrem eigenen Empfinden von Liebe oder ihrem sympathischen Talent nachstehen. Sie haben längst sämtliche Stadien des Zweifels und Materialismus und der hiermit verbundenen Kulmination von Leid und das Erleben von finsteren Schicksalen passiert. Sie empfinden intuitiv, dass eine Gottheit existiert und dass es folglich eine wirkliche Führung hinter dem Universum geben muss. Sie fühlen, dass alles in Wirklichkeit einen nützlichen Zweck haben muss, ganz gleich wie unvollkommen und übel es auch aussehen mag. Dank seiner stark entwickelten, intuitiven Fähigkeit, beginnt der I-Mensch früher oder später "kosmische Erleuchtungsblitze" zu empfangen, die ja die Vorboten oder beginnenden Tendenzen zum Erleben jener großen Geburt oder Einweihung sind, die permanentes kosmisches Bewusstsein herbeiführt. Da diese Wesen sehr liebevoll veranlagt sind und lieber selbst Beschwerlichkeiten und Leiden auf sich nehmen wollen, als dass andere mit diesen Erscheinungen belastet werden, finden wir sie nicht in solchen Positionen und Stellungen, die man sich wesentlich kraft spitzer Ellenbogen, starker Rücksichtslosigkeit, Gefühllosigkeit, Ehrgeiz und Habsucht verschafft, sondern dagegen oft in recht unbedeutenden Stellungen und fast gar nicht in jenen Stellungen, in denen von ihnen verlangt wird, Macht über und Zwang auf untergeordnete Wesen, Dienstboten, Diener und Sklaven auszuüben. Sie sind alle Wesen, für die eine jegliche leitende Stellung mit Machtentfaltung und Zwang anderen Wesen gegenüber ein Kreuz zu tragen wäre. In der gleichen Weise wäre für diese Wesen jede andere Form einer auffallend überlegenen Position ebenfalls nur ein Kreuz zu tragen. Kurz und gut, sie haben alle genau jene geistige Reife und psychische Einstellung, die offenbart, dass die Einweihung oder die große Geburt in Sichtweite ist, d.h. im Begriff steht, an ihrem mentalen oder geistigen Horizont aufzugehen. Diese Wesen sind mit anderen Worten weit fortgeschrittene Aspiranten zur "großen Geburt" oder "Christi Wiederkunft in den Wolken des Himmels". Diese Wiederkunft ist ja der Wesen eigenes Erleben der Einweihung und der großen Geburt und dem hiervon erzeugten wachen, tagesbewussten "kosmischen Bewusstsein" und nicht die Geburt Jesu von Nazaret in einem neuen physischen Körper und seine hierauf beruhende neue Wiederkunft auf die irdische physische Ebene, so wie viele es irrtümlicherweise annehmen. |
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