Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Die Maskulinität bzw. Feminität des I-Menschen ist vollkommener als die Maskulinität und Feminität, die vom gewöhnlichen Mann bzw. der gewöhnlichen Frau manifestiert werden | 1884. Die überlegene Moral des I-Menschen hat bewirkt, dass die Entwicklung seines anderen Pols mit einem normalen Verhältnis zum regulären Pol erfolgte. Auf dem organischen Gebiet der I-Menschen, finden wir deshalb jene Ausnahmen nicht, die sich auf vielen der anderen Stufen der Polverwandlung bemerkbar machen, nämlich dass ein maskuliner Organismus oder ein männlicher Körper überdimensional von Feminität dirigiert oder geradezu besessen ist oder dass ein Frauenorganismus von einer relativ überdimensional entwickelten Maskulinität besessen oder beherrscht ist. Der I-Mensch ist deshalb kein Wesen, das scheinbar als Frau in einem männlichen Organismus oder als Mann in einem weiblichen in Erscheinung tritt. Er ist dem Stadium zwar sehr nahe, in dem die Pole gleichgestellt sind, aber die femininen und maskulinen Anlagen sind hier sehr natürlich organisiert und kommen nur auf den für diese Anlagen besonders bestimmten Gebieten in der Psyche oder im Bewusstsein zur Verwendung. Deshalb sehen wir, dass der I-Mensch in besonderen Situationen, in denen eine starke Hand oder große Strenge erforderlich ist, sogar eine sehr maskuline Betonung haben kann. Gleichzeitig hat dieses Wesen auch eine entsprechend starke feminine Betonung in jenen besonderen Situationen, in denen eine sehr gefühlvolle, milde und behutsame Hand nötig ist. Das Bewusstsein des I-Menschen umspannt also ein riesiges Feld von maskulinen und femininen Zügen. Er kann bei humanen, moralischen Schöpfungsprozessen eine Furchtlosigkeit und einen ausgeprägten Willen zeigen, der in seiner Festigkeit und Unerschütterlichkeit nicht einmal vom maskulinsten Mann übertrumpft werden kann, gleichzeitig kann er unter diesen Prozessen die Lage besänftigen und alle gefährlichen scharfen mentalen Ecken und Kanten mit einer zärtlich streichelnden Hand entfernen, die an Herzenswärme zuweilen die Liebe einer Mutter übertrifft. |
Kommentare bitte an das Martinus-Institut senden.
Fehler- und Mängelanzeigen sowie technische Probleme bitte an Webmaster senden.
Seitenübersicht