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(1591-1938) 
 
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Mit Hilfe des zweipoligen Sexualismus gestaltet Gott sein eigenes Abbild in Fleisch und Blut  1899. Da die Entwicklung des anderen Pols kraft der kosmischen Einsicht, die diese Entwicklung bewirkt, das Wesen nicht nur dazu bringt, sexuell oder geschlechtlich zu lieben, sondern auch in höchstem Maße intellektuell, wird die Sympathie, die früher aufgrund des einpoligen Sexualismus als eine unintellektuelle und somit primitive oder egoistische Gefühlsäußerung manifestiert wurde, die wir als "Verliebtheit" kennen, sich jetzt dank des zweipoligen Sexualismus als eine in allerhöchstem Grade hervorragende, hochintellektuell regulierte und somit selbstlose Bewusstseinsäußerung und Wesensart auslösen, die wir unter dem Begriff "Liebe" kennen. Mit dieser letzteren Form von Sympathieäußerung wird das Wesen also imstande zu lieben, ohne auch nur eine einzige bedingende Forderung an das Objekt seiner Sympathie oder wirklichen Liebe geltend zu machen. Es findet seine große Freude oder sein großes Glück daran, mit seiner kosmischen Fähigkeit den Gegenstand seiner Liebe völlig verstehen und kraft dieses Verständnisses dieses Wesen ganz so wie sich selbst lieben zu können. Es kann also das Mitwesen unabhängig von eventuellen schönen oder unschönen äußeren Formen oder karmabedingten körperlichen Behinderungen oder Defekten lieben. Es ist das in diesem von äußeren schicksalsmäßigen Verkrüpplungen verwahrlosten Körper wohnende innere gottessohnliche Wesen, sein Ich und sein Geist, das das wahre Objekt für den Sexualismus des fertig entwickelten, zweipoligen Wesens ist. Dank der Entwicklung des zweipoligen Sexualismus im Lebewesen wird jede Form von Eifersucht entfernt. Und der Urquell allen geistigen Dunkels im Wesen ist damit aus dessen Psyche entfernt worden. Das kulminierende zweipolige Wesen oder der fertig entwickelte J-Mensch kann also nur ein wahres Liebeswesen sein. In der Tat, das den Tod bringende Tier ist hier durch Gottes Modellieren zu einem Leben spendenden Menschen geworden. Gott hat sein eigenes Abbild in Fleisch und Blut gestaltet.


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