Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Der K-Mensch löst die vollkommene Nächstenliebe und das Himmelreich auf Erden aus und ist das fertige "Abbild Gottes" | 1908. Erst wenn der jetzige physisch einpolige Körper des Erdenmenschen so verändert ist, dass er das Werkzeug für den physischen Kulminationsakt der zweipoligen Sexualität ausmacht, existiert das fertige oder vollkommene Menschenreich oder das "Himmelreich", nicht nur in psychischer oder geistiger Form, sondern auch in rein physischer Form auf den Gebieten der Erde. Die Erdenmenschheit beginnt dann aus solchen Individuen zu bestehen, die organisch hundertprozentig dazu erschaffen sind, einander zu lieben. Die Nächstenliebe ist dann kein erzwungener Willensakt mehr, der aus Angst vor dem Fegefeuer oder der Hölle ausgelöst wird, sondern ein organisches Erzeugnis, das nicht vom Willen ausgelöst wird, sondern als kosmische chemisch harmonische Verbindung mit der Intellektualität des Wesens (Intelligenz und Intuition) den Willen dirigiert. Die Nächstenliebe ist dann nichts mehr, was nach Vorschriften anderer mühsam entfaltet wird, sondern eine natürliche Bewusstseinsfunktion, so wie die Herzfunktion, das Sehen und das Hören oder andere organische Funktionen es sind. Die Nächstenliebe ist nichts mehr, was man sich durch Üben und Nachahmen des Einhaltens von Moralvorschriften anderer aneignen muss. Sie ist ein lebendiges Feuer, das aus den größten Tiefen unseres eigenen Inneren heraus lodert. Und ihr natürliches Objekt und ihre Nahrung sind alle Lebewesen. Das Kulminationsobjekt der Nächstenliebe ist ein jeder zweipolige Mitmensch. Man liebt alle, wie man sich selbst liebt. Das ewige höchste Feuer, das uns durch die Einpoligkeit zu brüllenden, tötenden und mordenden Wildtieren machte, hat uns nun durch die Zweipoligkeit in strahlende, leuchtende und wärmende Liebessonnen in der Strahlenglorie Gottes verwandelt. Wir sind organisch wach tagesbewusst mit dem ewigen Vater zusammengeschmolzen. Durch uns pflanzt Gott sein eigenes höchstes Leben in alle anderen Lebewesen hinein. Wir sind, wie schon gesagt, eins mit dem Weg, der Wahrheit und dem Leben geworden. Wir sind die Vorsehung, die Gerechtigkeit und die Liebe. Wir sind das Lebendige im Lebenden. Das Todesreich liegt längst hinter uns. Wir sind Gottes Licht und Strahlenflut im Universum, in Zeit und Raum. Unsere Identität ist die Ewigkeit und die Unendlichkeit. In der Tat, wir sind zu Göttern auf Erden geworden. Gottes Bild funkelt in unseren Hirnen und Nerven. Es leuchtet und wärmt in unserem Fleisch und Blut, in unseren Gedanken und in unserem Willen. Alle begegnen in uns Ihm, in dem wir alle leben, uns bewegen und sind. |
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