Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Was erforderlich ist, damit der zweipolige sexuelle Kulminationsakt zwischen zwei Wesen durch den Kuss vollkommen zustande kommen kann | 1917. Das beginnende Auslösen des zweipoligen sexuellen Akts in Form des Kusses hat an sich, wie bereits erwähnt, keine maskuline oder feminine Betonung. Es sucht nicht Kontakt mit der "Frau" oder dem "Mann", sondern mit dem "Gottessohn", dem "Gottmenschen" oder der "Gottheit" im "Mann" und in der "Frau" und ansonsten in allen Lebewesen. Die rein sexuelle Auslösung kann jedoch nur zur natürlichen Kulmination innerhalb der Wesensart kommen, mit der das Wesen völlig oder teilweise mental oder sexuell auf der gleichen Wellenlänge liegt, d.h. mit Individuen der eigenen Wesensart. Die sexuelle Auslösung des zweipoligen Menschen durch den Kuss wird natürlich nicht durch den Kontakt mit einem Löwen, einem Tiger, einem Hund oder einer Katze, einem Vogel oder einem Fisch, einer Pflanze, einer Blume, einem Mineral oder ähnlichem gesucht, obwohl jede Form von Sympathie oder Freundlichkeit diesen Erscheinungen gegenüber zum zweipoligen sexuellen Bereich gehört. Diese Erscheinungen befinden sich ja nicht auf einer solchen verfeinerten Wellenlänge, dass zwischen dem wahren Menschen und diesen Erscheinungen eine gegenseitige sexuelle Kontaktauslösung durch den Kuss entstehen kann. Damit es einen Kontakt und eine sexuelle Kulminationsauslösung durch den Kuss geben kann, ist es natürlich nötig, dass beide Teile auf der gleichen oder nahe verwandten sexuellen Wellenlänge liegen. Eine so nahe verwandte sexuelle Wellenlänge kann nur zwischen den Zungen- und Lippenzellen zweier zweipoliger Menschen existieren, die durch jene zweipolige Empfindsamkeit ergänzt werden, die jetzt alle anderen Mikrowesen des Organismus beherrscht. Hier kann eine gegenseitige so gleichartige Reaktion aus der gegenseitigen Berührung durch den Kuss zwischen den Partnern entstehen, dass diese zur höchsten und vollkommensten sexuellen Kulminationsauslösung wird. |
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