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(1591-1938) 
 
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Der einpolige Sexualtrieb  1919. Was den sexuellen Auslösungsakt anbelangt, so macht dieser also die allerhöchste Sinnesempfindung aus, ja, er ist die Kulmination des Empfindens von Behagen oder Seligkeit an sich. Bei den Pflanzenwesen ist dieser Akt noch ein unbewusstes und schwaches Behagensgefühl, das sich im instinktmäßig gesteuerten schwachen embryoähnlichen physischen Dasein des Pflanzenwesens automatisch auslöst. Bei den niederen Tierarten entwickelt sich der sexuelle Trieb immer mehr zu einem sich automatisch wiederholenden Begehren, das Befriedigung erfordert, so wie der Hunger nach Essen und Trinken. Aber diese Befriedigung ist die fundamentalste und macht, wie erwähnt, den allerhöchsten Genuss im Lebenserleben des Wesens aus. Das physische Fortpflanzungsvermögen des Tiers ist automatisch an dieses Begehren gebunden. Dieses Begehren hat seinen Sitz in einer besonderen Organgarnitur, durch deren Drüsenfunktion die Leben fördernden Materien oder Sekrete entstehen. Beim Tier wird also dieser Hunger- und Sättigungstrieb ganz automatisch mittels des von den Geschlechtsorganen erzeugten sexuellen Begehrens aufrechterhalten oder gefördert. Dieses Begehren wird als ein Verlangen nach einer speziellen Form von Behagen oder einem besonderen Seligkeitsgenuss wahrgenommen. Dieses Behagens- oder Seligkeitsgenießen kann hier nur durch die Verbindung mit einem Wesen des anderen Geschlechts erreicht werden und macht also den einpoligen Sexualismus aus. Da das maskuline Prinzip hier das herrschende ist, sind es die männlichen Wesen, die in diesem Trieb die führenden und am meisten animierten sind. Beim Wesen männlichen Geschlechts entwickeln sich kraft der sexuellen Drüsenfunktion eine Neigung dazu und ein unwiderstehliches Begehren danach, ein weibliches Wesen geschlechtlich zu berühren. Wenn es ihm glückt, diese Berührung mit einem weiblichen Wesen zu etablieren, das normalerweise vom entsprechenden Begehren nach geschlechtlicher Berührung mit einem männlichen Wesen erfüllt ist, dann erzeugt diese Berührung ein Gefühl, das überhaupt kein Gegenstück hat. Es ist eine Kulmination von Wohlbehagen, nicht nur rein körperlich, sondern auch seelisch. Das Wesen wird von einem wahren kulminierenden Affekt des Lichts umhüllt, bis die gegenseitige physische sexuelle Berührung der Partner oder der Akt sich in ausreichender Sättigung jenes geschlechtlichen Begehrens ausgelöst hat, das den Akt bedingte.


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