Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Ein "Männchen-Tier" in Reinkultur | 1930. Den einen dieser zwei Pole kennen wir als den maskulinen Pol. Im Tierreich ist dieser Pol, was einige Wesen betrifft, der vorherrschend regulierende und bestimmende Faktor, während der feminine in diesem Wesen nur im latenten Zustand existiert. Das Wesen wird also zu einem vorwiegend maskulinen Wesen. Da der sexuelle Trieb dieses Wesens oder die sympathischen Anlagen nur durch den maskulinen Pol ausgelöst werden können, während seine intellektuellen Anlagen durch den anderen Pol ausgelöst werden, d.h. durch den femininen, und dieser latent ist, wird das Hervortreten eines solchen Wesens nur zu einem dominanten "männlichen" Wesen, d.h. zu einem Fortpflanzungswesen. Da die intellektuellen Anlagen hier, wie gesagt, nur durch seinen femininen Pol ausgelöst werden können und dieser latent ist oder sich in seiner Mindestentfaltung im Kreislauf befindet, wird die Intellektualität eines solchen Wesens ebenfalls zu etwas, das in dessen geistiger Struktur latent liegt. Ein solches Wesen hat deshalb nur Sinn für die Gattin und die Nachkommen. Für alles, was außerhalb dieses Bereichs liegt, hat dieses Wesen keinerlei Fähigkeit wahrzunehmen oder sich vertraut zu machen. Es kann sich anderen Wesen gegenüber nur aufgrund seiner körperlichen Überlegenheit behaupten. Dies resultiert also darin, dass das Gesetz des Lebens hier Macht anstatt Recht ist. Das ist die Lebensbedingung des Tiers. Und hier haben wir Wesen vor uns, deren Leben nur in Primitivität und mentaler Finsternis existieren kann. Das Wesen ist also ein "Männchen-Tier". |
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