Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Im Reich oder auf der Daseinsebene des vollkommenen Gottmenschen wird nicht geheiratet, und das Wesen wird nicht von Frauen geboren, sondern mittels Materialisation, und es stirbt durch Dematerialisation | 1936. Mit diesem Zusammenwachsen der zwei Sexualzentren, nämlich des Gehirnzentrums und des Geschlechts- oder Sympathiezentrums, wird das Wesen einst davon befreit sein, von Frauen geboren zu werden. In einer Gesellschaft von solchen Gottmenschen heiratet man nicht. Hier ist man kein speziell männliches oder weibliches Geschlechtswesen mehr, sondern gehört jener Lebensstruktur an, die aufgrund der Befreiung vom Geschlecht, die sie darstellt, "Freigeschlecht" genannt werden kann. Die Kulmination dieser Situation oder Epoche des Lebewesens im Kreislauf liegt den Christusworten zugrunde: "Ihr seid Götter". In dieser Gesellschaft sind die materiellen Organismen von so ätherischer Natur, dass sie mit Hilfe psychischer Überschussenergien aus den Organismen der Lebewesen aufgebaut werden können. Diesen Überschuss-Stoff können wir "A-Stoff" nennen. Er existiert in der Aura der Wesen. Wenn hier ein neuer "Embryo" gebildet werden soll, werden einige dazu besonders begabte und entwickelte Wesen mit Hilfe ihres Willens und ihrer Gedankenkraft eine Möglichkeit dazu schaffen, dass dieser Stoff mit jener Kraft des Lebewesens auf der geistigen Ebene in Berührung kommen kann, die wir die "A-Kraft" nennen können. Diese Kraft wird vom diskarnierten Wesen von der psychischen Ebene aus mittels seines Schicksalselements und der hier existierenden Talentkerne zum Aufbau von Organismen ausgelöst. Dieselben Talentkerne bauen bei den einpoligen Wesen den Organismus des kleinen Fötus im Mutterleib auf, aber hier geht dies sehr langsam vor sich und dauert sowohl Monate als auch Jahre. Im vollkommen zweipoligen Zustand geschieht die Schaffung des Körpers in blitzartigem Tempo. Das Organismusbauen bis zum erwachsenen Stadium, das in der Einpoligkeit mehrere Jahre dauert, dauert hier nur die entsprechende Anzahl von Minuten, ja bisweilen nur Sekunden. Diese Manifestation und Schöpfung ist uns unter dem Begriff "Materialisation" bekannt. Aber genauso wie der Organismus auf diese Weise im blitzartigen Tempo aufgebaut werden kann, kann er in demselben Tempo auch wieder aufgelöst oder dematerialisiert werden. Bei den fortgeschritten entwickelten Wesen auf dieser Ebene – d.h. bei Wesen, die fast ausschließlich durch die Atmung, also von Luft und einem kleinen Teil der allerfeinsten Rohkost, die es gibt, leben, nämlich vom Fruchtfleisch um den Kern herum in den edelsten Früchten – kann der Organismus sogar außerhalb jener regulären Materialisation und Dematerialisation, die die Geburt bzw. den Tod ersetzen, je nach Belieben des Individuums dematerialisiert und wieder aufgebaut werden. Das Wesen kann also hier während seiner physischen Inkarnation durch diesen körperlichen Zustand und auf dieser bewusstseinsmäßigen Entwicklungshöhe in der geistigen Welt, je nach seinem eigenen Wunsch und Belieben, sozusagen ein- und ausgehen. Wir verstehen also, dass jener große Unterschied zwischen den "Toten" und den "Lebenden", der auf der gegenwärtigen primitiven Stufe der Erdenmenschen existiert, hier nicht existiert. Hier gibt es keine tränenfeuchten und traurigen Beerdigungszeremonien. Jedes Unterordnen des Lebewesens unter die Lebensprozesse der Natur wird hier als göttliche Freude und göttliches Licht erlebt. Diese Seite des Lebens ist jedoch noch so weit weg von der gegenwärtigen geistigen Stufe des Erdenmenschen, dass es nicht besonders erforderlich ist, hier weiter auf Einzelheiten einzugehen. Wenn diese Seite des Schicksals des Erdenmenschen zu einer Gegenwartsfrage wird, dann gibt es kosmische Wesen genug, diese näher zu vertiefen. Wir haben hier nur die Umrisse der zukünftigen letzten Daseinsform des Menschen in physischer Materie und als "Gottmensch" auf der Erde andeuten wollen. |
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