Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Der Kreislauf des maskulinen und des femininen Prinzips erfordert zwei kosmische Spiralkreisläufe für seine totale Entfaltung | 1937. Nach der Ebenbürtigkeit oder Balance der beiden Pole, wandert das Individuum im zweipoligen Zustand durch das wahre Menschenreich, das Weisheitsreich, die göttliche Welt, das Seligkeitsreich und dann in das Pflanzenreich hinein. Im Pflanzenreich ereignet sich die "Schöpfung Evas" aufs Neue, d.h., dass jener Pol, der der reguläre im früheren kosmischen Spiralkreislauf des Wesens war, hier anfängt zu stagnieren. Der Pol, der bedingte, dass das Wesen im Tierreich dieser Spirale männlichen Geschlechts war, beginnt nun zu stagnieren und latent zu werden, während der Pol, der in diesem Reich latent war, hingegen nun frei wachsen kann. Dies bedeutet also, dass das Wesen hier sein Geschlecht wechselt. Wenn der maskuline Pol im vorigen Spiralkreislauf im Wesen latent war, dann war also der feminine Pol der reguläre und das Wesen war weiblichen Geschlechts. Da dieser Pol nun im neuen Spiralkreislauf stagniert, und der andere Pol der primäre wird, wird das Wesen im neuen Spiralkreislauf ein Wesen männlichen Geschlechts sein. Dieser Geschlechtszustand bedingt die Kulmination der Finsternis und erstreckt sich aus dem Pflanzenreich weiter in das Tierreich hinein, wo er kulminiert, um dann im Erdenmenschen zu degenerieren. Und das Wesen wird nach dieser Degeneration dann wieder doppelpolig, wodurch das höchste Licht erneut die Voraussetzungen dafür bekommt, in seinem Bewusstsein kulminieren zu können. Diese beginn ende Doppelpoligkeit im Tierreich verändert das Wesen vom Tier zum Erdenmenschen. Da, wo der latente Pol anfängt sich zu entwickeln, geschieht die Verwandlung. Mit diesem Pol beginnt also das Menschenbewusstsein im Tier. Das Wesen wird in dieser Verwandlungsepoche, bis die Verwandlung vollbracht ist und es die große Geburt und das daraus folgende kosmische Bewusstsein erreicht hat, zu einem Repräsentanten des sogenannten "Bösen" und des sogenannten "Guten". Wie aus dem Obigen hervorgeht, erfordert der Balancepunkt oder die vollständige Kulmination des höchsten Feuers, d.h. die gleichgestellte Äußerung der beiden Pole, den Bereich zweier kosmischer Entwicklungsspiralen für sein Entfalten. Das Wesen kann also nicht auf normale oder vollkommene Weise in ein- und demselben kosmischen Kreislauf die Kulmination davon erleben, männlichen und weiblichen Geschlechts zu sein. Es kann die Kulmination als Wesen des einen Geschlechts und auch die Kulmination der Doppelpoligkeit in einem kosmischen Spiralkreislauf erleben, aber erst im nächsten Spiralkreislauf erlebt es die Kulmination davon, ein Wesen des entgegengesetzten Geschlechts zu sein. Die Wesen, die in dieser Spirale männlich sind, werden also weiblich in der nächsten, ebenso wie jene, die heute weiblich sind, in diesem kommenden Spiralkreislauf männlich werden. Es ist falsch zu glauben, dass man vom einen Erdenleben zum anderen wechselweise Mann und Frau sein kann. Beide Manifestationen erfordern eine lange Entwicklungsepoche. Das Maskuline und das Feminine sind Genialitäten, d.h. organische Produkte, die auf eingeübten Talenten basieren, ebenso wie alle übrigen Lebensfunktionen im Organismus oder in den körperlichen Regionen des Wesens. Ebenso wie man das Atmungssystem, das Verdauungssystem, das Herzsystem usw. von einem Leben zum anderen nicht auswechseln kann, kann man normalerweise die Sexual- oder Geschlechtsorgane und deren Funktionen auch nicht zu neuen prinzipiellen Entfaltungsmethoden und Anlagen ändern. Nur durch die Erfüllung des Gesetzes des ewigen Kreislaufprinzips kann die Möglichkeit jeglicher Veränderung der Manifestation, der Schöpfung und des Erlebens offenbart werden. |
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