Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Das Verhältnis der Menschen zum Gesetz von Ursache und Wirkung und dessen Endergebnisse | 26. | dass die Verwandlung der Lebewesen von einer Entwicklungsstufe zu einer anderen einzig und allein kraft des fundamentalen Prinzips von "Ursache und Wirkung" vor sich geht. Keine einzige Handlung oder Manifestation kann stattfinden, ohne Ursache von Wirkungen zu werden. Und keine Wirkungen können stattfinden, ohne Ursache von neuen Wirkungen zu sein und so fort. Und keine Handlungen oder Manifestationen können stattfinden, ohne ihrer tiefsten Analyse nach ein Lebewesen zum Urheber zu haben. Das Lebenserleben der Wesen ist also ihr eigenes Erschaffen von Ursache und Wirkung. Sie können somit nicht existieren, ohne dass ihre Manifestationen oder ihre Lebensweise Ursachen hervorbringen, die sich wieder als Wirkungen auslösen. Diese Wirkungen können derartig sein, dass sie tötend, zerstörend und schmerzlich sind und damit das Schicksal ihres Urhebers unglücklich machen. Aber das Lebewesen kann auch Ursachen auslösen, die sich als Wirkungen zeigen, die das größte Glück, Wohlbehagen und die größte Freude darüber zu existieren sind. Diese Wirkungen, sowohl unbehagliche als auch behagliche, verursachen im Bewusstsein des Wesens Erfahrungen, die immer mehr die Fähigkeiten hervorbringen, solche Ursachen zu schaffen, die glückliche Erlebnisse oder das total glückliche Schicksal zur Folge haben. Aber dies geschieht nicht nur rein intelligenzmäßig. Diese Seite der Sache zeigt sich erst, wenn sich im Wesen durch seine vielen fehlerhaften Ursachen und die dadurch entstandenen schmerzlichen Wirkungen seine Gefühlsfähigkeit in humaner Richtung entwickelt hat, sodass es beginnt, es nicht mehr übers Herz zu bringen, das Böse zu tun und geradezu Lust bekommt zu lernen, wie man es am besten vermeiden kann, die Ursache von seinem unglücklichen Schicksal zu werden. Erst wenn die Wesen in der Entwicklung bis hierhin gekommen sind, beginnen sie, ernsthaft Gott zu suchen. Erst dann können die Wesen zu einem gewissen Grad ihre Entwicklung durch Anleitung, durch Forschung oder Studium verbessern. Es ist dieses Verlangen nach Wegweisung, dem durch das Welterlösungsprinzip abgeholfen wird, durch Welterlöser, geistliche Autoritäten, bis die Wesen der Lehre und Anleitung dieser Autoritäten entwachsen sind und deshalb beginnen, Fragen zu stellen, die sie durch diese Autoritäten nicht beantwortet bekommen können. Aufgrund dieser Situation suchen die Wesen höhere Erklärungen. Und es ist dieses Suchen nach der Lösung des Lebensmysteriums, das in der westlichen Welt die moderne materialistische Wissenschaft hervorbrachte. Durch sie haben die Menschen gute und wirkliche Antworten auf viele Erscheinungen der Materie bekommen, aber diese Antworten sind absolut nicht die Lösung des Lebensmysteriums. Diese Wissenschaft hat der Menschheit einen Ozean von materiellen Werten gegeben, eine beginnende Entwicklung der Beherrschung der Kräfte der Materie, um diese für die Überführung der groben Arbeit zu den Maschinen zu nutzen, die wiederum selbst von den Kräften der Materie oder der Natur getrieben werden, wodurch also die Menschen immer mehr von dieser Arbeit befreit werden. Dieses Benutzen der Maschinen durch den Menschen ist das beginnende Fundament des kommenden Weltreichs, wo die Menschen in Wirklichkeit nur die Maschinen dazu bedienen sollen, um die schweren und groben Arbeiten auszuführen sowie die komplizierteren und raffinierteren Arbeiten. Die Verfluchung, die Gott gemäß der Bibel Adam gegenüber mit den Worten ausdrückte: "im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen", existiert also in dem genannten Reich nicht. |
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