Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Die Wesensart von Liebe ist eine Lebensbedingung für das Erleben der Analysen des Lebens jenseits der Analysen der Materie | 29. | dass der einzige Zugang zum Erleben der eigentlichen Analysen des Lebens jenseits der Analysen der Materie einzig und allein nur durch die "Intuitionsfähigkeit" selbst möglich ist. Aber diese Fähigkeit entwickelt sich in keinem Menschen ohne die Entwicklung der humanen Fähigkeit, was dasselbe ist wie die Entwicklung der Nächstenliebe. Die Entwicklung der humanen Fähigkeit geschieht automatisch durch die Leiden oder die unglücklichen Schicksale, die von den Wesen mit ihrem Zustand ihrer unfertigen oder unentwickelten Wesensart verursacht werden. Humanität ist nicht etwas, das man sich mit Intelligenz in der gleichen Weise aneignen kann, wie man sich kraft dieser Fähigkeit Wissen aneignen kann. Hat man erst die humane Fähigkeit entwickelt, kann man sie mit der Intelligenz intellektualisieren, d.h. logisch machen. Die humane Fähigkeit ist ja eine entwickelte starke Sympathie für alles Lebende. Aber ein solches Sympathiegefühl kann ebenso gut unlogisch wie logisch sein. Ein unlogisches Sympathiegefühl haben wir im Livets Bog als "allzu dumme Gutmütigkeit" bezeichnet. Es ist allzu dumme Gutmütigkeit, "Schwindler" und "Betrüger" zu unterstützen oder ihnen zu helfen, die unter vorgegebener Not, vorgegebener Krankheit oder vorgegebenem Elend versuchen, Menschen mit großem Sympathiegefühl auszunützen, und so unberechtigterweise oder unter falschem Vorwand versuchen, gut auf deren Kosten zu leben. Solche Menschen zu unterstützen, ist dasselbe, wie diese Menschen ins Verderben zu führen. Ein solches Sympathiegefühl kann deshalb nicht als "Liebe" bezeichnet werden. Deshalb muss das Sympathiegefühl eines Wesens eben intellektualisiert werden, sodass es logisch oder auf eine solche Weise ausgelöst werden kann, dass es nicht zum Verderben wird. Eine solche intellektualisierte Sympathie oder ein solches intellektualisiertes Gefühl ist dasselbe wie die absolute "Liebe". |
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