Stern-Symbol im Menü


Lesen und suchen im Das Dritte Testament
   Ziff.:  
(2396-2664,E) 
 
Erweiterte Suche
   

 

Was die Entwicklung der menschlichen Fähigkeiten in der Lebensweise der Menschheit bisher bewirkt hat  2425. Aber was hat die große Verwandlung dieses Tiers vom Affenmenschen bis hin zum Kulturmenschen bewirkt? – Vorläufig hat sie, ganz abgesehen von den genannten Nützlichkeiten, bewirkt, dass sie die Menschen dazu brachte, dass sie in gegebenen Situationen die in ihnen noch existierenden primitiven tierischen Bewusstseinstendenzen millionenfach effektiver entfalten können, als sie es als Tier in Reinkultur konnten. Sie können Atom- und Wasserstoffbomben anwenden und damit die Auslöschung ihrer Feinde von der physischen Daseinsebene vervielfältigen. Sie können überlegene Systeme bilden, mit denen sie einander betrügen können, dies aber intelligenzmäßig derartig verborgen oder getarnt, dass es zuweilen ganz gerecht aussieht und wobei diese ihre Handlungsweise von den Obrigkeiten gesetzlich geschützt oder autorisiert wird. Ebenfalls sieht man auch eine Vielfalt von Fällen, in denen die Begabteren die weniger Begabten ausnutzen und unterdrücken. Wir sehen, wie die Wesen auf der langen Entwicklungsskala nicht glücklich sind, trotz des großen materiellen Wissens oder der Wissenschaft, die sie sich angeeignet haben. Wir sehen Menschen mit Millionenvermögen, die in überdimensionalem Luxus und der Zufriedenstellung aller ihrer materiellen Begierden leben, während andere Wesen gleichzeitig in der furchtbarsten Armut leben. Millionen von Menschen sterben Hungers, andere Millionen von Menschen sterben an Krankheiten, weil nicht ausreichender Zugang zu Krankenhauspflege und ärztlicher Behandlung für sie da ist. So wird die Welt in Wirklichkeit in besitzende und in nichtbesitzende Menschengruppen aufgeteilt. Zwischen diesen zwei Kategorien von Menschen besteht ein permanenter Krieg. Die Reichen oder die Besitzenden kämpfen, um das zu bewahren, was sie sich angeeignet haben und was sie als ihr gesetzliches Eigentum betrachten – und in den Armen oder Nichtbesitzenden häuft sich Bitterkeit und große Antipathie gegen die besitzende Klasse. Da die besitzende Klasse gleichzeitig Arbeitgeber ist, weil sie ja die Fabriken und andere Arbeitsplätze als Eigentum hat, existiert sozusagen ein permanenter Kampf zwischen dieser Klasse und den Arbeitern um die Lohnfrage. Und hier haben sich die Arbeiter mobilisiert und Gewerkschaften gebildet, damit sie die Arbeit in gegebenen Situationen niederlegen können, wenn sie meinen, dass das bei dem nicht immer annehmbaren Lohnangebot der Arbeitgeber erforderlich ist, wie auch die Arbeitgeber durch ihre Organisationen die Arbeiter durch Lockout in Situationen von der Arbeit ausschließen können, in denen sie meinen, dass deren Lohnforderungen unannehmbar sind. Natürlich gehören Diebstahl, Raub, Hochstapelei, Betrug und Schwindel zur Tagesordnung in einer Welt, in der ein Teil der Erdenmenschen sich ihre Werte und Güter angeeignet hat und kraft dieser den anderen Teil der Menschen des Planeten beherrscht, der deshalb hier zuweilen sehr teuer bezahlen muss, um Teil an den Lebensgütern zu bekommen, sodass im besten Fall nur die Rede davon sein kann, die absolut lebenswichtigen Werte zu bekommen, und im schlimmsten Fall Hunger, Armut und Entwürdigung nicht zu vermeiden sind. Aber nicht nur zwischen Arbeitern und Arbeitgebern besteht permanenter Krieg. Die Nationen können auch in besitzende und nichtbesitzende eingeteilt werden. Einige Nationen besitzen kolossale Mengen an Bodenschätzen, Ölquellen, Kohlelagern, Metalllagern, Korngebieten usw., während andere Nationen hauptsächlich nur Wüsten haben und sich nicht selbst ernähren können. Und so hat man Nationen, die sehr arm sind und deshalb von den reichen Nationen oder von den Großmächten abhängig werden. Diese letzteren können mit ihrer Überlegenheit die kleineren und schwachen Nationen oder Völker zu einem gewissen Grad beherrschen.


Kommentare bitte an das Martinus-Institut senden.
Fehler- und Mängelanzeigen sowie technische Probleme bitte an Webmaster senden.