Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Das Gleichgewicht der Polkonstellation im Christuswesen | 2493. Alle existierenden Lebensstadien oder Entwicklungsstufen, durch die die Wesen hindurchgehen, haben also ihre absolute Wurzel in der Polkonstellation der Wesen. Ob das Wesen nun ein Christus oder ein Räuber oder Mörder ist, so beruhen diese zwei gegensätzlichen Lebenszustände auf einer besonderen Polkonstellation in der Psyche oder Lebensstruktur der betreffenden Wesen. Beim Christuswesen oder dem vollkommenen Menschen ist die Polkonstellation im Gleichgewicht, d.h., dass sich der maskuline und der feminine Pol in diesem Wesen gleich stark entwickelt haben, und sie bewirken dadurch eine göttliche Harmonie zwischen der Auffassung des Wesens über das Böse und das Gute. Diese Harmonie in der Auffassung vom Bösen und Guten ist so überwältigend, dass das Wesen nichts mehr als wirklich böse empfindet. Es fühlt dagegen, dass alles sehr gut ist. Wenn es ausschließlich dieses Gefühl hat, beruht das also darauf, dass in seinem doppelpoligen Erleben des Lebens keine wirkliche Disharmonie stattfinden kann. Was wir das Böse nennen, ist einzig und allein die Disharmonie in der Polkonstellation und der hierauf beruhende permanente Kurzschluss im Gedanken- und Seelenleben des Wesens. |
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