Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Der Mensch steht frei in der Ursachs- und Wirkungskette und bekommt hier Kenntnis vom "Bösen" und vom "Guten", vom "Tierischen" und vom "Menschlichen" im Menschen | 2519. Die Schicksalssituation der Wesen ist einzig und allein eine Frage von Ursache und Wirkung. Der Mensch hat einen freien Willen, um mit dieser Ursache- und Wirkungskette zu operieren. Er kann Ursachen schaffen, deren Wirkungen zu totalem Unglück für ihn selbst werden, ja sogar in mehreren Leben. Und er kann mit seiner Lebensart Ursachen schaffen, die mit solchen Wirkungen zurückkommen, dass sie für ihn selbst ebenfalls mehrere Leben hindurch zu Glück und Segen führen. Es steht dem Wesen völlig frei zu tun, was es will. Es kann Gutes tun, es kann Böses tun. Beide diese Arten von Manifestation stehen dem unfertigen Menschen zur Verfügung. Er kann hier wählen, was er will. Wäre es nicht so, könnte das Wesen niemals lernen, was wirklich böse und was wirklich gut ist. Wie sollten die Chemiker die Stoffe kennenlernen, wenn sie nicht mit ihnen experimentieren könnten. Wie sollte das Lebewesen jemals Experte darin werden, das Gute tun zu können, zum Menschen als Abbild Gottes zu werden, wenn es nicht in eine Lebensepoche käme, in der es vor den Zugang gerade dieser beiden Manifestationsarten gestellt würde und damit wirkliche Kenntnis von dem Guten bekommen könnte, das die primäre Lebensweise ist, und von dem Bösen, das die sekundäre Lebensweise ist, von dem Guten, das die Kulmination des Lebenserlebens selbst in Wissen, in Licht, in Liebe, in Wohlbefinden oder Seligkeit ist, und vom Bösen als dem Embryozustand des Lebenserlebens selbst, das einen unfertigen Zustand, Irrtümer, Krieg oder die Kulmination der Höllendomäne der Leiden repräsentiert. Zwischen diesen zwei Lebensarten befindet sich der Erdenmensch. Die finstere Lebensart, die als "das Tierische" im Menschen hervortritt, ist gerade jetzt in ihrer Kulmination, während "das Menschliche" in seinem ersten zarten Anfang steht. Dass es so ist, kann unmöglich beeinträchtigt oder verändert werden, weder durch Strafe noch mit Gewalt, weder durch Diktatur noch durch Freiheit, weder durch Religion noch durch Sakramente, weder durch Erziehung noch durch Schulgang, weder durch Reden noch durch Schweigen. Obwohl die humaneren dieser Erscheinungen sehr wichtig und absolut notwendig sind, ist das in Bezug auf die Mentalitätsveränderung vom Tier zum Menschen absolut ohne Bedeutung. Hier ist die Entstehung der Liebe im Wesen das absolut Einzige, wodurch es sich von allen eventuellen lebenszerstörenden Gewalthandlungen und tötenden Gedankenarten gegenüber seinen Mitwesen entfernt. |
Kommentare bitte an das Martinus-Institut senden.
Fehler- und Mängelanzeigen sowie technische Probleme bitte an Webmaster senden.
Seitenübersicht