Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Der Erdenmensch ist ein "Tier" unter Verwandlung zum "Menschen" | 2541. Ausgehend von diesen Funktionen des männlichen und weiblichen Geschlechtswesens in Reinkultur, die die Lebensweise des höher entwickelten Tieres ist, sind wir imstande, die Psyche und Lebensweise des Erdenmenschen zu beurteilen. Wir sehen, dass diese Lebensweise Handlungen auslöst, die in Wirklichkeit überhaupt nicht dem tierischen Befruchtungs- und Paarungszustand zuzurechnen sind. Und je entwickelter dieses Wesen ist, desto größer wird das Gebiet der Funktionen oder der Lebensweise, das es bei den Tieren überhaupt nicht gibt. Aber zugleich wird das Gebiet, das der Erdenmensch mit dem Tier gemein hat, d.h. der Paarungstrieb, das Ehetalent, die Fähigkeit sich zu verlieben, die Lust oder der Hunger danach, Kinder zu haben, entsprechend geringer. So ist dieses Gebiet im Abnehmen begriffen, es degeneriert allmählich, während das neue Gebiet, das wir von früheren Analysen als das rein menschliche kennen und was bei den Tieren nur im Keimzustand vorkommt, zunimmt. Wenn dieses Paarungs- oder Ehebewusstsein also degeneriert und, wie früher genannt, zur "Zone der unglücklichen Ehen" wird, während ein neuer Zustand in der erdenmenschlichen Psyche hervorbricht, wird es hier zur Tatsache, dass sich der Erdenmensch in einem Verwandlungsprozess befindet. Dass dieser Verwandlungsprozess an sich keine Entgleisung oder Abnormität ist, wird offensichtlich, weil er sich in jedem einzelnen Menschen geltend macht und hier umso sichtbarer wird, je entwickelter das betreffende Wesen ist. Es ist eine Tatsache für jeden normalen Menschen, dass er ein Bewusstseinsgebiet hat, das das Tier absolut nur im Keimzustand besitzt. So ist der Mensch in der Tat ein Tier unter Verwandlung zum Menschen. |
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