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   Ziff.:  
(2396-2664,E) 
 
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Der Unterschied zwischen "Verliebtheit" und "Nächstenliebe"  2551. Die Sympathie, die die eben genannten Wesen für das andere Geschlecht haben, wird ja ausschließlich auf künstliche Weise kraft des sexuellen Begehrens aufrechterhalten, das von ihrer besonderen Polkonstellation verursacht wird. Dieses Begehren ist ein Hunger, dessen Zufriedenstellung für das Wesen lebenswichtig ist. Und da diese Zufriedenstellung für dieses Wesen normalerweise nur durch seine Verbindung oder Paarung mit einem Wesen des anderen Geschlechts geschehen kann, ist es nicht so merkwürdig, dass es zu diesem Geschlecht hingezogen wird und wünscht, in Kontakt mit einem solchen Wesen zu sein. So erlebt es hier den Sympathiezustand, der absolut nicht mit wirklicher Nächstenliebe verwechselt werden darf. Der Unterschied zwischen dieser Paarungssympathie, die in ihrer Kulminationsentfaltung als "Verliebtheit" bekannt ist, und wahrer Liebe besteht darin, dass diese Paarungssympathie oder die Verliebtheit ausschließlich egoistisch ist, eine Entfaltung ist, die nur deshalb vorkommt, weil das Wesen mit ihrer Hilfe einen besonderen lebenswichtigen Hunger zufriedengestellt bekommt und den hierauf beruhenden akuten Genuss oder die Stimulanz für den Lebensmut erleben kann, während die wahre Liebe eine Sympathieauslösung ist, die absolut selbstlos ist. Sie ist absolut nicht verursacht durch ein Begehren nach dem Erreichen von Gütern oder Vorteilen für den Urheber selbst.


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