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(2396-2664,E) 
 
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Wenn die Paarungssympathie und die Nächstenliebesympathie voneinander infiziert werden  2558. Wir werden manchmal Zeuge dessen, dass diese Reinkultur nicht aufrecht erhalten werden kann. In den betreffenden Wesen kommen, wie wir schon wissen, zweierlei Sympathie vor, die Paarungssympathie und die Sympathie, die in Reinkultur zur lebensbedingenden Nächstenliebe werden soll. Diese Sympathie ist zwar in ihrem Anfangsstadium sehr schwach im Verhältnis zur Paarungs- oder Ehesympathie, nimmt jedoch mit der Entwicklung zu. Das tut dagegen die Paarungssympathie nicht. Da also die Nächstenliebesympathie im Wesen wächst, während die Paarungssympathie nicht wächst, muss die erstere an der letzteren vorbeiwachsen. Je mehr sich die Freundschafts- oder Nächstenliebesympathie entwickelt oder wächst, desto größere Tendenz zu sympathischen Verbindungen bekommen solche Wesen zu Wesen außerhalb der Ehe. Und je größer diese Tendenz zu sympathischen Verbindungen mit Wesen außerhalb der Ehe ist, desto mehr bahnen die genannten sympathischen Verbindungen den Weg zur Untreue in der Ehe. In einem Entwicklungsstadium, auf dem sozusagen nichts anderes als das tierische Herdenbewusstsein existierte und die Bindungen zu den Wesen außerhalb der Ehe bedingte, war es selbstverständlich für die Wesen leichter, sich an den Ehegatten zu halten. Jetzt, da die Ehepartner, sowohl die Frau als auch der Mann, von vielen Menschen außerhalb der Ehe umgeben sind, zu denen sie große Sympathie nähren, mit denen sie vertrauliche Freundschaften haben, entstehen Sehnsüchte danach, die Wesen, für die man große Sympathie oder Ergebenheit hat, zu liebkosen und selbst von den Wesen liebkost zu werden. Damit kommt diese Sehnsucht auf die Wellenlänge mit der primären Paarungssympathie, die man ursprünglich nur zum Ehepartner hatte. Die Sympathie für die fremden Wesen wird dadurch sexuell. Im Freundeskreis entsteht bei den Wesen von entgegengesetztem Geschlecht Sehnsucht nach sexueller Zufriedenstellung. Und so tritt die Nächstenliebe oder die neue Sympathie nicht mehr in Reinkultur auf. Nun ist sie mit der Paarungssympathie sexuell infiziert, und die Paarungssympathie ist mit der Nächstenliebesympathie infiziert. Und das Wesen ist nun als Folge hiervon in seiner Psyche kein Ehe- oder Paarungswesen in Reinkultur mehr. Es ist ein Mischwesen. Seine sympathischen Gefühle sind eine Mischung aus dem tierischen Paarungstrieb und der Nächstenliebetendenz, selbst wenn es seine Lust oder Sehnsucht nach einem Paarungsakt außerhalb der Ehe bekämpft. Die wachsende Fähigkeit zur Nächstenliebe bewirkt also im Wesen, dass sein Ehetalent in zunehmendem Umfang degeneriert und weiterhin degenieren wird, bis die Paarungssympathie völlig latent geworden ist und die Einpoligkeit damit im Wesen aufgehört hat.


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