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(2396-2664,E) 
 
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Eine neue Moral oder Lebensauffassung, die in Kontakt mit dem Verwandlungsprozess des Menschen vom "Tier" zum "Menschen" ist, ist absolut erforderlich  2563. In Bezug auf die oben berührte Degeneration ist hier die Rede von einem unvermeidbaren kosmischen Verwandlungsprozess in der Psyche des Erdenmenschen. Das ist ein Verwandlungsprozess, der ein unentbehrliches Glied im kosmischen Spiralkreislauf ist und damit ein entsprechendes kosmisches Glied in der ewigen Weltordnung. Er ist ein Glied in der Vollendung von Gottes Schöpfung des Menschen zu seinem Abbild, ihm gleichend. Ohne dieses Glied in der Weltordnung würde diese Schöpfung eine totale Unmöglichkeit sein, und Gottes großer Plan mit der Vervollkommnung des Menschen würde dann nur eine Fata Morgana in der Wüste sein. Aber nun ist glücklicherweise das Gegenteil für diejenigen eine Tatsache, die sehen und hören und wirklich denken und verstehen können. Die Schöpfung ist eine unerschütterliche Tatsache. Und die Endergebnisse der kosmischen Schöpfung zeigen, dass sie alle zur Freude und zum Segen für Lebewesen sind. Ein Blick auf die Erdenmenschheit zeigt unerschütterlich, dass ihre Individuen auf einer Skala mit verschiedenen Entwicklungsstufen von Primitivität bis zur Hochintellektualität stehen. Diese Skala zeigt, dass manche Menschen in der Vervollkommnung weiter voraus sind als andere. Wenn keine Entwicklung stattfände, wie könnten dann manche Wesen weiter in der Vervollkommnung sein als andere? – Sie müssten dann alle auf derselben Stufe stehen. Ist nicht das tägliche Leben Unterricht, Erfahrungsbildung, Erleben von Leiden und Freuden? – Wie sollte der Mensch es in einem solchen Zustand des Erlebens vermeiden können, klüger zu werden und Weisheit anzusammeln? – Zu welchem Nutzen wären diese durchgreifenden Zustände im Leben der Wesen, wenn sie nicht dazu da wären, Erfahrungen zu geben? – Und warum hat der Mensch die Fähigkeit, Erfahrungen zu sammeln, wenn diese nicht gerade die Mission hätten, die Wesen zu entwickeln? – Wir müssen also verstehen lernen, dass das Primäre in diesem kosmischen Glied in der Weltordnung, das die unglücklichen Ehen umfasst, nicht der Umstand ist, dass das Wesen in der Ehe untreu wird und also seinen Ehegatten verlässt, dem es ja feierlich Treue und Liebe in diesem ganzen gegenwärtigen Erdenleben versprochen hat. Denn dies würde an sich eine Kulmination von Unmoral oder Lieblosigkeit sein. Wenn dies aber nun eine Folge einer Verwandlung in der Psyche des Menschen ist, über die er absolut nicht Herr ist und die keinerlei kirchliche oder weltliche Moral ändern kann, weil es die Gesetze des kosmischen Kreislaufs selbst oder die eigene Kraft und Gewalt der Natur sind, die sich geltend machen und denen gegenüber der Mensch nur eine sehr kleine mikroskopische Erscheinung ist, dann muss eine Moral und Lebensauffassung geschaffen werden, die mit diesem neuen Zustand im Menschen in Kontakt ist. Es kann nichts nützen, dass die Menschen kämpfen, um eine Moral und Lebensweise zu erfüllen, die für einen Lebenszustand passen, dem sie mehr oder weniger schon längst organisch entwachsen sind und dem sie absolut weder seelisch noch körperlich entsprechen. Wie sollten sie diesen denn erfüllen können? – Nein, hier stehen wir dem Weg der Menschen gegenüber, heraus aus dem letzten Teil des Tierreichs und aufwärts zum Menschenreich, aufwärts der Gleichheit mit Gott entgegen, aufwärts, dem entgegen: "eins mit Gott" zu sein. Das ist eine Bahn, die der Mensch ebenso unmöglich ändern kann, wie es unmöglich ist, im ewigen Weltraum den Gang der Sterne zu ändern.


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