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   Ziff.:  
(2396-2664,E) 
 
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Wie eine neue Moralauffassung sein soll und nicht sein soll  2569. Aber wie soll eine Moral sein, die diese Zustände der Götterdämmerung überwinden kann? – Die Moral muss von so einzigartigem Charakter sein, dass sie wirklich in Kontakt mit den besonderen Anlagen der Wesen ist, damit sie von diesen eingehalten werden kann. Es kann nichts nützen, dass den Wesen Moralvorschriften gegeben werden, zu deren Einhaltung sie weder Anlagen noch Fähigkeiten haben. Es kann nichts nützen, einem Raubtier zu predigen, dass es nicht Fleisch fressen soll. Es kann auch nichts nützen, von einem Menschen zu verlangen, dass er eine Lebensweise manifestieren soll, zu deren Einhaltung nur ein Christus die organische Struktur und das Talent hat. Solche Verlangen mit Androhungen von Strafe, ganz gleich wie grausam und schmerzhaft eine solche Hölle auch sein mag, werden niemals den Menschen helfen können. Moralvorschriften, die auf Talenten und Anlagen gegründet sind, die den Wesen mehr oder weniger immer noch fehlen, können solche Wesen unmöglich erfüllen. Die Wesen für diesen ihren Zustand zu strafen, kann nur Hass, Zorn und Bitterkeit gegen das Leben, gegen die Gottheit oder gegen alles mit sich führen, was unter den Begriff Religiosität fällt. Wenn die Moral nicht auf gleicher Wellenlänge mit der Entwicklungsstufe der Menschen ist, denen sie gegeben wird, dann wird Unglaube, Materialismus und Gottlosigkeit das alles dominierende Resultat sein.


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