Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Die christliche Weltmoral ist nicht vergebens gewesen | 2571. Bedeutet das eben Genannte, dass die christliche Weltmoral vollständig nutzlos gewesen ist? – Nein, das bedeutet es absolut nicht. Die christliche Weltmoral und das, was es Christus und seine Jünger und später die Christen kostete, die wirklich in Jesu Fußspuren gingen, ist absolut nicht vergebens gewesen. Millionen von unglücklichen Menschen, deren Bewusstsein auf die eine oder die andere Weise Kontakt mit dem Kern in Jesu Verkündung bekommen hatten, sind gestärkt und ihnen ist geholfen worden, sodass sie ihr Unglück, ihre Sorgen und Krisen haben überwinden können und Frieden in ihrem Gemüt bekamen, wie sie auch heute das Gemüt von Millionen von Menschen durchdringt. Wenn viele Menschen als Missionare hinauszogen, um den vielen primitiven Naturmenschen zu helfen und ihnen zu dienen, teils als Verkünder der Nächstenliebe und teils als Ärzte und Krankenschwestern, so ist das doch mehr oder weniger eine Wanderung in den Fußspuren Jesu. Folgen des Christentums sind auch alle die vielen humanen Erscheinungen: Kirchen, Krankenhäuser, Fürsorge, Institutionen des Roten Kreuzes, philanthropisch wirkende Einrichtungen und Ähnliches. Dass es aber diese Religion nicht vermochte, alle Menschen zu Christuswesen zu machen, ist natürlich eine Selbstverständlichkeit. Überhaupt kein Mensch kann die Menschheit ändern oder die Verwandlung des Wesens vom Tier zum Menschen fördern, ganz gleich, ob dies ein Christus, ein Buddha oder Mohammed ist, ganz gleich, ob dies ein noch so fertiges Wesen ist, ob es sogar als Mensch als Abbild Gottes, ihm gleichend, hervortritt. Diese Verwandlung unterliegt ausschließlich der Gottheit und dem einzelnen Menschen selbst. |
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