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(2396-2664,E) 
 
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Der Instinkt und die wahre Wirklichkeit hinter den religiösen Auffassungen oder Dogmen  2591. So können wir in Bezug auf das Obenstehende sehen, dass es nicht die Mission der materialistischen Wissenschaft ist, Erklärungen auf diesem kosmischen oder psychischen Gebiet zu geben. Hier bedarf es eben einer ganz anderen Form von Wissenschaft, deren Entstehung sich absolut nicht auf das Wiegen und Messen physischer Materien gründet. Diese Wissenschaft beruht dagegen auf einer ganz anderen Wahrnehmungsmethode. Da diese Wahrnehmungsmethode ohne Liebesfähigkeit völlig unmöglich ist, ist es nicht so merkwürdig, dass die Objekte dieser neuen Wissenschaft, also die Wissenschaft der kosmischen oder geistigen Welt, in demselben Umfang für die Wesen ein Mysterium sind, in dem es ihnen an Liebe mangelt. Dass dieses Mysterium, von dem alle geistigen Auffassungen und Dogmen ausgegangen sind, nichtsdestoweniger eine unerschütterliche Wirklichkeit enthält und nicht eine rein leere Fata Morgana, eine Einbildung, eine kranke oder wild gewordene Fantasie ist, wird unter anderem für den entwickelten Forscher dadurch zur Tatsache, dass die Wesen, noch bevor sie wirkliche Forscherfähigkeit bekommen, schon eine angeborene Einstellung zu einer höheren Welt haben als der physischen, die mit den physischen Sinnen erlebt wird. Sie haben alle ein angeborenes Bewusstseinsgebiet, das sich in allem zeigt, was unter den Begriff "Religion" fällt. Diese Religiosität ist schon unten bei den primitiven Naturmenschen als ein instinktmäßig getragener Glaube an höhere Mächte, Götter und Teufel zu erkennen, die Macht über die Kräfte der Natur und das Schicksal der Menschen haben, weshalb es deshalb für die Menschen galt, in gutem Kontakt mit ihnen zu stehen, um in einer gegebenen schwierigen Situation von diesen Wesen Hilfe zu bekommen. Dieses religiöse Prinzip ist, wie schon gesagt, eine angeborene instinktmäßige Eigenschaft, die niemals hätte entstehen können, wenn es nicht eine Wirklichkeit hinter dem ganzen religiösen Mysterium gäbe, wobei der Instinkt die Aufgabe hatte, sie in das Bewusstsein der Menschen einzuführen und Verbindung zu schaffen.


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