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   Ziff.:  
(2396-2664,E) 
 
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Weshalb die Religionen in der Welt nicht auf wissenschaftlichen Analysen, sondern nur auf dem Glauben und den Dogmen beruhen  2648. In demselben Umfang, in dem das Wesen dieses Entwicklungsstadium nicht erreicht hat, kann es die höchsten kosmischen Realitäten oder Erscheinungen des Lebens nur durch die Erklärungen, Symbole und Gleichnisse erleben, die jene Wesen geben können, die die kosmische Erlebensfähigkeit erreicht haben. Auf diesen Erklärungen, die in ihrer einfachsten Form der Menschheit durch Propheten und Welterlöser als reine Fazite oder Dogmen gegeben wurden, nur der Glaubensfähigkeit unintellektueller Wesen angepasst, beruhen alle Weltreligionen. Deshalb beruhen die Religionen der Welt nicht auf intellektueller Detaillierung oder Analysierung der kosmischen Struktur des Weltalls. Diese religiösen Dogmen zeigen in groben gefühlsbetonten Details einen Idealismus, der der besonderen Entwicklungsstufe angepasst ist, die die betreffenden Wesen im Augenblick erleben sollten. Selbst wenn dieser Idealismus zwar mehr oder weniger kosmische Fazite enthält, sind diese Fazite meistens zweckmäßig verschleiert und für die auf Glauben hervorrufende Ahnungs- und Instinktfähigkeit des unintellektuellen Wesens annehmbar gemacht worden. Die religiösen Fazite sind somit nicht dafür vorgesehen, wirkliche wissenschaftliche und für die Intelligenz kontrollierbare Analysen sein zu sollen. Sie haben deshalb nur primäre Bedeutung für die Wesen, die noch von ihrem religiösen Instinkt geleitet werden, der so stark ist, dass sie unabhängig von Intelligenz die für sie ausreichende Wahrheit in den genannten kosmischen Faziten ahnen oder empfinden können. Für diese Wesen ist die Fähigkeit zu glauben somit das Primäre in ihrer Religiosität, während die Intelligenzfähigkeit auf demselben Gebiet in ihrem Bewusstsein oder in ihrer Psyche nur etwas Sekundäres ist, ja, manchmal geradezu auf diesem Gebiet ganz außer Gebrauch ist. So werden diese Wesen durch ihren religiösen Instinkt und durch ihre Fähigkeit, an die Dogmen und die Autoritäten zu glauben, geführt. Es ist nicht so merkwürdig, dass diese Glaubensfähigkeit degeneriert, während sich die Intelligenzfähigkeit im Wesen entwickelt und das Primäre in seiner Lebensauffassung wird und die Fazite als wirkliche Tatsachen intellektuell beleuchtet haben will. Es ist auch leicht zu verstehen, dass es zum Materialisten wird, wenn es eben keinen Zugang zu einer solchen kontrollierbaren Analyse der kosmischen Fazite bekommt.


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