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Das Ewige Weltbild, Buch 2 - Inhaltsverzeichnis |
Erklärung 2 des Symbols Nr. 22 22.12 Durch das Erleben des Materialismus und der Gottlosigkeit oder der Einweihung in die Finsternis entsteht die humane Fähigkeit oder die Nächstenliebe, die wiederum die Intuitionsfähigkeit erzeugt, die die Empfindung für kosmisches Erleben ermöglicht.
Die Wesen, die sich in dieser humanen Entwicklung befinden, sind mit der zur Hälfte orangefarbigen und zur Hälfte gelben Strahlenfigur rechts auf dem Symbol dargestellt.
Zu diesen Wesen gehören alle diejenigen, die den Glaubensreligionen entwachsen sind und gleichzeitig eine hervorragende humane Fähigkeit besitzen, die beweist, dass sie bereits den wesentlichsten Teil der Kulmination der Finsternis passiert haben.
Sie sind Kriegsgegner.
Ihre Fähigkeit, Lebewesen nichts Böses mehr antun zu können, ist bedeutend.
Sie haben den Bereich des Fleischessens und der Tiermorde schon längst hinter sich gelassen.
Sie sind deshalb u.a. Vegetarier – nicht nur um ihrer eigenen Gesundheit willen, sondern im höchsten Grade deshalb, weil sie es nicht mehr übers Herz bringen können, Tiere zu töten.
Sie vermeiden deshalb auch Bekleidungsstücke aus Tierhäuten.
Sie kleiden sich in der Regel deshalb auch in Kunststoffe anstatt in animalische Stoffe.
Am liebsten weichen sie jedem Streit aus und vergeben ihren Feinden gern.
Sie beginnen zu verstehen, dass die Lösung des Lebensmysteriums nicht auf der physischen Ebene existiert.
Ihre kosmische, organische Verbindung mit Gott beginnt sich wieder zu regen.
Sie fangen zu ahnen an, dass es einen göttlichen Plan, einen liebevollen Sinn mit dem Leben gibt, auch wenn es auf der physischen Ebene nicht so aussieht.
Diese Wesen sind daher in zunehmendem Grad für die großen Analysen des Lebens empfänglich.
Durch die Annahme dieser Analysen als Richtschnur für ihr Denken und ihre Verhaltensweise sind sie dazu prädestiniert, kosmische Erleuchtungsblitze zu bekommen, nachdem ihre Humanitäts- oder Liebesfähigkeit oder ihre Intuitionsfähigkeit immer mehr heranwächst oder sich entwickelt.
Sie kehren auch dazu zurück, zu Gott zu beten, und entdecken die Kraft des Gebets.
Sowohl die Existenz Gottes als auch die der geistigen Welt fangen also an, für sie glaubhaft zu werden.
Dies sind die Wesen, die sich also auf dem Weg aus der Finsternis befinden und die Christus als die Schafe bezeichnet, die von den Böcken getrennt werden sollen.
Im Vorhergehenden haben wir ja gesehen, wie die Böcke, d.h. die unfertigen, materialistischen und gottlosen Menschen mit einer noch sehr wenig entwickelten Nächstenliebe, in der Finsternis und im Kulminationsbereich der Leiden wandern und dort durch die Wirkungen der Leiden, die sie anderen Wesen zugefügt haben (sowohl Tieren als auch Menschen), von Inhumanität zu Humanität, vom Tier zum Menschen verwandelt werden.
Während diese Verwandlung stattfindet, wandern die Wesen vom Dunkel zum Licht, vom Krieg zum Frieden, vom Tod zum Leben.
Wir werden hier also Zeugen des Prinzips, das die Schafe von den Böcken trennt.
Diese Trennung vollzieht sich also geradezu vor unseren Augen.
Wir können sowohl die Schafe als auch die Böcke beobachten.
Wir sehen hier, dass die Voraussage des Welterlösers, was diese Trennung betrifft, auch eine ewige, alles überstrahlende kosmische Wahrheit ist.
Aber Christus musste diese große kosmische Wahrheit in einer symbolischen Wortform darstellen, die seinen Jüngern und der damaligen Zeit angepasst war und die wir hier aus dem Matthäus-Evangelium 25, 31-35, 41-42 zitieren: "Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen. –
Und alle Völker werden vor ihm zusammengerufen, und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. –
Er wird die Schafe zu seiner Rechten versammeln, die Böcke aber zur Linken. –
Dann wird der König denen auf seiner rechten Seite sagen: 'Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist. –
Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben ...' usw. –
Dann wird er sich auch an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen: 'Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist. –
Denn ich war hungrig und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben ...' usw."
Der Menschensohn ist Christus.
Aber was ist nun die Herrlichkeit Christi? –
Christus ist ja eins mit dem Vater.
Christi Herrlichkeit ist daher dasselbe wie die Herrlichkeit des Vaters oder Gottes, und Gottes Herrlichkeit kann nur dasselbe sein wie die höchste Macht, Weisheit und Liebe, was wiederum das ist, was wir unter dem Begriff der Heilige Geist kennen.
Christi Voraussage über das Schicksal der Menschheit, befreit von seiner ursprünglichen symbolischen Form, kann deshalb so ausgedrückt werden: Wenn die Herrlichkeit Gottes, die allerhöchste Macht, die alles überstrahlende Weisheit und Liebe durch die nächste Auswirkung der Welterlösung sich erneut der Erdenmenschheit offenbart, wird sie in Form intellektueller Wissenschaft klarlegen, welche Menschen auf dem Weg zur Finsternis oder in der Finsternis sind, die Christus mit den Böcken verglichen hat – und welche Wesen sich auf dem Weg aus der Finsternis heraus befinden und dem Licht entgegengehen, dem Endresultat ihrer Verwandlung vom Tier zum Menschen als Abbild Gottes, ihm gleichend.
Dass gerade dieser Heilige Geist Gottes das Fundament für die Endepoche bei Gottes Erschaffung des Menschen ist, bestätigt Christus selbst mit seiner Äußerung über den Beistand, den Heiligen Geist.
Christus sagt hier: "Der Beistand aber, der Heilige Geist, den mein Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe." (Joh 14,26) –
Christus hat hier noch einmal hervorgehoben, dass es keine Person ist, die das Anbetungsobjekt der neuen Welterlösung sein wird, sondern ein absolut allerhöchstes Wissen über Gott, über das Lebewesen, das Weltall, die Unsterblichkeit der Wesen und ihre Identität mit Gott, kurzum über die Lösung des Lebensmysteriums.
Und ist es nicht gerade dieses Wissen, das Gottes Wissen, Gottes Bewusstsein und Geist ist?
Ist Geist nicht dasselbe wie Gedanken und Wissen? –
Der Heilige Geist bedeutet also heilige Gedanken und heiliges Wissen.
Aber heilige Gedanken und heiliges Wissen können nur die absolute Wahrheit sein.
Andernfalls sind sie ja nicht heilig.
Die absolut wahren Gedanken und das absolute Wissen über die Gottheit, das Lebewesen und das Weltall sind also das Objekt zur weiteren Förderung der Christusmentalität, die das Modell für das Endergebnis der Schöpfung des Erdenmenschen als Abbild Gottes in der Welterlösung des zwanzigsten Jahrhunderts ist.
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