Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Beisetzung - Inhaltsverzeichnis |
112. Kapitel |
| Wenn die Menschen das Gleiche erlebten, das sie den Pflanzenwesen zufügen |
Das Pflanzenwesen gehört also zu einer Ebene, auf der man immer noch nur lebende Kunstwerke hervorbringen kann.
Die Blumen sind aus Fleisch und Blut.
Der Mensch dagegen ist weiter hinab in die Materie gelangt.
Er kann in anorganischer Materie außerhalb seines organischen Körpers schaffen.
Diese Erzeugnisse haben kein Gefühl und repräsentieren somit gewissermaßen "tote Materie".
Diese menschlichen Erzeugnisse sind also in diesem Zusammenhang als "tote" Kunstwerke zu betrachten.
Doch bringen die Menschen wie die Pflanzen automatisch lebende Kunstwerke hervor.
So wie das Pflanzenwesen schöne Blätter und Blüten haben kann, kann ein Mensch auch schöne Augen, Hände und Füße, schöne Haare usw. haben.
Diese Realitäten entsprechen im Prinzip den Schöpfungen des Pflanzenwesens, seinen Blättern und Blüten.
Wenn man sich nun vorstellt, dass es einige, den Menschen überlegene Wesen gäbe, die dasselbe Interesse und dieselbe Sympathie für diese schönen Augen, Hände usw. hätten, wie die Menschen sie für die schönen Körperteile der Pflanzen hegen, jedoch nicht mehr vom Seelenleben und Gefühl des Menschen kennen würden als die Menschen von dem der Pflanzen, dann würden diese Wesen in ihrem Egoismus und in ihrer Unwissenheit die erwähnten Augen aus dem Kopf reißen, das Haupt skalpieren und die Glieder vom Körper der Menschen abbrechen, um sich diese amputierten Körperteile anzueignen.
Und wir haben hier im Prinzip genau ein Bild von der Tatsache, das das Verhältnis der Menschen zu den Pflanzenwesen zeigt.
Dass die Menschen kein Opfer eines solchen Prinzips sind, beruht nur auf dem Umstand, dass man auf den Stufen über den Menschen schon längst von der Auslösung des tötenden Prinzips abgekommen ist und, im Besitz von hoher Weisheit und Humanität, den Wesen auf unteren Stufen nur im Einklang mit den höchsten Liebesgesetzen dienen kann. |
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