Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Beisetzung - Inhaltsverzeichnis |
118. Kapitel |
| Suggestion, Glaube und Vermutungen |
Was die Erdenmenschheit betrifft, so lebt der allergrößte Teil ihrer Wesen noch mit Behauptungen, also Vermutungen, die als Wirklichkeit proklamiert worden sind, ohne auf irgendeiner mathematischen Stabilität oder intelligenzmäßigen Analyse basiert zu sein.
Da die menschliche Intelligenzentwicklung erst in den letzten Jahrzehnten akzelerierte, war man also gezwungen, mit solchen Behauptungen zu leben, und ist auf all den Gebieten im täglichen Leben weiterhin dazu gezwungen, auf denen die Intelligenzfähigkeit noch zu schwach ist, um den mathematischen Gleichgewichtspunkt im Weltplan zu erreichen, der die Behauptung als Wirklichkeit oder Unwirklichkeit entschleiert.
Da aber eine Behauptung, wie bereits erwähnt, eine Vermutung ist, die trotz mangelnder mathematischer Stabilität oder intelligenzmäßiger Analyse als Wirklichkeit aufgefasst wird, ist eine solche Auffassung dasselbe wie "Glaube". Aber an etwas zu "glauben", das man intelligenzmäßig nicht versteht, ist dasselbe wie "Suggestion". Da suggeriert zu sein bis zu einem gewissen Grad dasselbe ist wie hypnotisiert zu sein und dies wiederum eine Art Schlafwandlerzustand ist, wird ein Wesen nur auf den Gebieten vollständig wach und klar sehen, wo es die Verknüpfung mit dem mathematischen Gleichgewichtspunkt im göttlichen Weltplan als Tatsache erlebt hat. Auf allen anderen Gebieten ist es noch ein suggeriertes oder verhältnismäßig schlafendes Wesen. Es vermutet und behauptet oft, auf diesen zuletzt genannten Gebieten "Wissen" zu haben, in Wirklichkeit hat es jedoch nur "Glauben". Der "Glaube" ist also das erste höchste Resultat der Einwirkung eines Sinneseindrucks auf ein Wesen, dessen Intelligenzkörper und damit logischer Sinn unentwickelt ist und die Schöpfung des betreffenden Sinneseindrucks deshalb ungenügend beeinflusst. Diese Schöpfung geht deshalb in solchen Fällen fast ausschließlich mittels des Instinkt- und des Gefühlskörpers vor sich. Der Sinneseindruck wird mit Hilfe von "Vermutungen" zu einem Gefühlserlebnis ohne intelligenzmäßige Definition. |
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