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129. Kapitel

Eine Verlängerung des Todesprozesses der Blumen  Dass dieser Segen dem suggerierten Wesen sehr lieb ist und dass es wünscht, ihn voll und ganz bis zum Ende zu genießen, ist sehr stark sichtbar an der von ihm erfundenen Methode, den Todesaugenblick der Blumen hinauszuzögern. Denn ist dies, Schnittblumen in eine Schale oder Vase mit Wasser zu stellen, etwas anderes als ein künstlicher Ernährungsprozess für die verstümmelten Pflanzenteile, ein Ernährungsprozess, der die Blumen doch nicht vor dem unnatürlichen Tod retten kann, der die unausweichliche Folge der Amputation ist, sondern den Todesprozess einzig und allein nur noch mehr in die Länge zieht und dabei dem Blumenpflücker oder dem unbewussten, suggerierten Henker der Pflanze eine entsprechende längere Frist gibt, die göttliche Liebesoffenbarung seines sterbenden Opfers, dessen Liebkosung in Form von Farben, Duft und Schönheit genießen zu können.


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