Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Beisetzung - Inhaltsverzeichnis |
150. Kapitel |
| Weshalb Wesen, die sich in früheren Leben kannten, einander nicht wiedererkennen können |
Dieses Aufbauen des physischen Körpers vom Embryostadium bis zum Stadium des Mannesalters ist also kein Prozess, den das Wesen nur einmal durchgemacht hat, sondern ein Prozess, den es unendliche Male erlebt hat.
Da aber die geistigen Sinne des Erdenmenschen sehr primitiv sind, während die physischen stark entwickelt sind, kann er in Wirklichkeit nur auf physischem Weg identifizieren oder wiedererkennen.
Er erkennt somit seine Bekannten an ihrem rein physischen Äußeren wieder, an ihren Augen und Haaren, an ihrer Stimme und Größe, an ihrem Gang usw. und kann also das höhere Wesen, den Geist oder das Ich dieser Bekannten tatsächlich nur durch die genannten physischen Realitäten identifizieren.
Wenn dieselben Bekannten sich plötzlich in neuen physischen Körpern zeigen würden, die nicht ganz genau so wie die alten wären, dann könnte das betreffende Wesen seine Bekannten gar nicht identifizieren oder wiedererkennen.
Aber dies ist ja genau das, was geschieht, wenn das Wesen auf die Welt kommt.
Wenn zwei Erdenmenschen in einem früheren Leben zusammengelebt haben und einander nur durch das äußere Aussehen, den physischen Körper, kennen, den jeder in diesem Leben hatte, werden sie nicht dazu imstande sein, einander in ihrem jetzigen Leben wiederzuerkennen, da ihre neuen physischen Körper ja sehr verändert sind, nicht dasselbe Aussehen wie ihre früheren Körper haben, auch wenn natürlich immer eine gewisse Ähnlichkeit besteht.
Das Identifizieren wird noch schwieriger, wenn sie sich im früheren Leben im Alter kennengelernt hatten, als sie beide alte und runzelige physische Körper hatten, und sich bei ihrer jetzigen Bekanntschaft in einem der anderen drei Stadien des Lebens befinden. Man wird also verstehen, dass es schwierig ist, eine Person zu identifizieren, die man in seinem früheren Dasein als Greis kannte, aber in seinem jetzigen Dasein als Kind, Jüngling oder Mann trifft, in einem ganz neuen Körper, der viel schöner, viel edler und feiner geformt ist als der, den der Betreffende in seinem vorigen Leben hatte, unter der Voraussetzung, dass er in jenem Leben so gelebt hat, wie er es sollte. Der Körper kann aber auch viel weniger ansprechend, weniger schön und weniger vollkommen als sein voriger physischer Körper sein, je nachdem ob der Betreffende in jenem Leben eben nicht so gelebt hat, wie er es sollte, sondern Lastern und Ausschweifungen unterlegen war, was also eine Schwächung in der Fähigkeit, einen Körper aufzubauen, zur Folge hat. Infolgedessen erkennen die Erdenmenschen ihre Bekannten aus ihrem früheren physischen Dasein im jetzigen Dasein nicht wieder. |
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