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156. Kapitel

Wünsche und Begehren sowie Vorteile, die nur kraft der Reinkarnation zufriedengestellt oder erreicht werden können  Der physische Körper des Lebewesens ist also in Wirklichkeit nicht das Wesen an sich, sondern sein Werkzeug für die physische Manifestation. Da aber überhaupt nichts, was unter den Begriff Werkzeug fällt, ewig sein kann, sondern alles ausschließlich von vergänglicher Natur ist, ist der physische Körper des Wesens auch von vergänglicher Natur. Sein jetziger Körper ist nur ein zeitweiliges Werkzeug, das von einem neuen abgelöst wird, wenn die Beschädigungen (die Krankheiten) und die Abnutzung so erheblich sind, dass es nicht mehr repariert (geheilt) oder instandgehalten werden kann.
      Aber ist es nicht göttlich, dass das Wesen sich vom Körper befreien kann, wenn dieser beschädigt und abgenutzt ist, und dass es dadurch die Möglichkeit bekommt, einen ganz neuen Körper aufzubauen, der in Übereinstimmung mit den neuen Erfahrungen, mit den natürlichen Wünschen und Begehren des Individuums verbessert und vervollkommnet ist? –
      Wenn ein Mensch in diesem Leben z.B. als Schwarzer lebt, aber evtl. den Wunsch nährt, sich in einem weißen Körper zu manifestieren, dann könnte dies nur über immense Zeiträume erfüllt werden, wenn nicht eben die Wiedergeburt oder die Reinkarnation existierte. Kraft dieser kann das Ich eines Schwarzen nach dem Untergang oder nach dem natürlichen Tod seines jetzigen Körpers in einem weißen Körper inkarnieren, durch weiße Eltern auf die Welt kommen, in die Gesellschaft oder Rasse der Weißen geboren werden, wenn seine Wünsche, Begehren und übrigen Qualifikationen dazu stark genug sind. Der hochentwickelte Klarsehende, der die Seelen hinter den physischen Körpern identifizieren kann, ist Zeuge von vielen solchen in der weißen Rasse inkarnierten Wesen, die in früheren Leben anderen Rassen angehört haben, wie es umgekehrt natürlich auch der Fall sein kann. Man wird durch dieses Klarsehen eben Zeuge auch davon, dass einzelne der jetzigen Repräsentanten anderer Rassen in früheren Leben der weißen Rasse angehört haben.
      Das Wesen kann also kraft der Reinkarnation seine natürlichen Wünsche und Sehnsüchte erfüllt bekommen. – Was man denkt, das wird man.
      Da diese Probleme im "Livets Bog" genauer behandelt werden, werde ich hier nicht näher darauf eingehen, sondern nur betonen, dass die Reinkarnation die Bedingungen für das Erreichen der Erfüllung der allerhöchsten Wünsche und Ziele des Wesens kolossal verkürzt und erleichtert. Gleichzeitig gibt sie dem Wesen auch die Gelegenheit dazu, eine Zeitlang ganz in der geistigen Welt jenseits der physischen zu leben, um sich von seinen Strapazen und Beschwerden auszuruhen.
      Wenn die Reinkarnation nicht existierte, könnten die Körper die stufenweise Verwandlung von weniger entwickelten zu mehr entwickelten Arten und Rassen nicht durchmachen. Das Lebewesen müsste in allzu großem Ausmaß mit nicht zufriedengestellten Sehnsüchten und Zielen leben und existieren, weil es dann für Körper und Geist unmöglich wäre, miteinander Schritt zu halten.
      Übrigens gebraucht man dieses Prinzip ja auch nicht im täglichen physischen Herstellungsbetrieb. Wenn man ein neues Automodell herstellen will, geschieht das nicht dadurch, dass man neue Teile in die alten Wagen einbaut oder sie sonstwie ändert, sondern man baut das Modell ganz von Grund neu auf. Dasselbe gilt für alle anderen größeren physischen Werkzeuge und Erfindungen. Man kann nicht ins Unendliche damit fortfahren, neue Erfindungen und Verbesserungen in die alten Maschinen einzubauen. Früher oder später wird es am praktischsten sein, ganz neue Modelle zu bauen, die auf neuen Erfahrungen und Erfindungen basieren, die man sich allmählich angeeignet hat. Auch kann man ja nicht damit fortfahren, seine alte Kleidung umzuändern und zu flicken, um damit zu erreichen, dass sie ewig existiert. Es kommt unausweichlich der Tag, wenn sie nicht mehr geflickt werden kann, der Tag, an dem sie so verschlissen und abgetragen ist, dass sie durch neue Kleidung ersetzt werden muss, die ihrerseits wiederum moderner zugeschnitten und genäht werden kann, als die alte es war.


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