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| Beisetzung - Inhaltsverzeichnis |
159. Kapitel |
| Ein Begräbnis oder eine Beisetzung sollte absolut keine Feier der Trauer oder des Weinens sein |
Ein Begräbnis oder eine Beisetzung ist deshalb der höchsten Analyse nach keine Trauerfeier, wozu man sie Jahrtausende lang, kraft der Unwissenheit und des Aberglaubens, gemacht hat.
Deshalb ist auch all die Strenge im Zeremoniell bei einer Beerdigung, die verlangt, dass alle Teilnehmer am liebsten ein hundertprozentiger Ausdruck von Trauer, Weinen oder Depression sein sollten, direkt gegen die Gesetze der Natur und damit völlig unberechtigt.
Aber wozu auch all diese Strenge in der üblichen Beerdigungszeremonie, diese Unterdrückung aller Natürlichkeit und normaler Freude am Leben, dieses sich "schwarz" kleiden, dieser künstliche Ausdruck von Trauer, die, was die meisten Teilnehmer betrifft, gar nicht empfunden wird? – Diese haben ja tatsächlich nur eine Trauermiene, um nicht gegen die vorherrschende Auffassung vom "guten Ton" oder von dem "was man sich erlauben kann" zu verstoßen. Weshalb eine solche Zusammenkunft, die in Wirklichkeit einzig und allein ein Fest des Lichts sein sollte, ein Fest zur Erinnerung an die großen Liebesgesetze des Daseins, an die Unaufhörlichkeit der Individualität und des ewigen Seins des Lebens, zu einer Trauer erweckenden Feier der Finsternis machen? – Weshalb eine ansonsten natürliche Zusammenkunft der Freunde des "Verstorbenen" mit all dieser künstlichen Trauer beflecken und verunreinigen, was den entwickelten Menschen unvermeidlich an allzu viel Heuchelei erinnern muss. Und auch in den Fällen, wo die Trauer echt ist, bedeutet es doch in Wirklichkeit, dass man über Gottes ewige und liebevolle Wege und lichte Anordnungen weint und trauert. Aber über Gottes Führung des Wesens zu weinen, kann nicht natürlich sein. Warum dann nicht danach streben, schnellstens davon abzukommen? – Die Menschen der Zukunft werden es denn auch verstehen, die Beerdigung eines Menschen ganz anders zu betrachten. Mit Kenntnis von der Wahrheit und kraft der Natürlichkeit, die diese mit sich bringt, wird man die Beerdigung oder Beisetzung absolut nicht zu einer "Trauerfeier" machen. Im Gegenteil, man wird Gottes liebevolle Wege im höchsten Grad verstehen und alles tun, um die alten heuchlerischen Tendenzen und Traditionen zu beseitigen. |
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