Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Beisetzung - Inhaltsverzeichnis |
170. Kapitel |
| Das Verhältnis des Ichs zu seinem entseelten, physischen Körper oder zu seiner Leiche | Wenn das Ich oder der wahre Wesenskern des Individuums seine Konzentration oder sein Tagesbewusstsein vom physischen auf den überphysischen oder geistigen Körper übertragen hat, bleibt sein physischer Körper, das ausrangierte Werkzeug für physisches Erleben auf der physischen Ebene, zurück. Dieses Werkzeug oder die sog. "Leiche" wird also allgemein als eine Art nebensächliche Materie aufgefasst, von der man sich am besten auf die vorteilhafteste und schnellste Weise trennen sollte. Und der Grund dazu ist eben der, dass die "Leiche" in Wirklichkeit gar keine "Leiche" ist. Sie enthält eine sehr große Kraftkonzentration, die in Form von Fäulnis von dem Zeitpunkt an zur Auswirkung kommen kann, an dem der betreffende Körper zur "Leiche" wurde. Diese Auswirkung entspringt also nicht vom Urheber des Körpers oder der Leiche. Von dem Zeitpunkt an, an dem der "Tod" eintrat, ist der Körper für seinen ursprünglichen Besitzer nur ein äußeres Ding geworden. Das ändert aber nichts daran, dass dieser frühere Besitzer von seinem überphysischen Dasein aus noch außerordentlich viel Gefühl für diesen Körper nähren kann. Er enthält so viele Erinnerungen. Er war sein "Fahrzeug" in schlechten und guten Zeiten, in Trauer und in Freude. Diese Gefühle können also sehr stark sein und infolgedessen sehr lange anhalten. Man soll deshalb nicht glauben, dass der "Verstorbene" von dem, was mit seiner Leiche geschieht, ganz unberührt bleibt. Er kann nämlich, wenn er "geistig hellsichtig" ist (was bedeutet, physische Erscheinungen von der geistigen Ebene aus sehen zu können, wie man bei "physischer Hellsichtigkeit" geistige Erscheinungen von der physischen Ebene aus sehen kann), jedem Geschehnis, das seine Leiche betrifft, gänzlich folgen. Und selbst wenn der Betreffende nicht mit dieser Fähigkeit ausgestattet ist, kann er dennoch durch das gesamte astrale oder überphysische Leben der Mikrowelt in der Leiche indirekt jeden Prozess mit der Leiche verfolgen. |
Kommentare bitte an das Martinus-Institut senden.
Fehler- und Mängelanzeigen sowie technische Probleme bitte an Webmaster senden.
Seitenübersicht