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189. Kapitel

Weshalb man sich die alten heidnischen Traditionen, die keine Lebensbedingung mehr sind, abgewöhnen muss  Wenn aber eine primitive Gewohnheit keine Lebensbedingung mehr ist, ist sie unnatürlich und muss bekämpft werden. Der Erdenmensch lebt also in recht großem Ausmaß mit Traditionen, die sich in seinem Gemüt und seiner Manifestation noch unter der fehlerhaften Auffassung geltend machen, dass sie eine Lebensbedingung seien. Diese fehlerhafte Auffassung, die in Wirklichkeit nur Aberglaube oder Einbildung ist, muss aufgedeckt werden. Und diese Aufdeckung wird eben von der Geisteswissenschaft oder vom Heiligen Geist vollbracht.
      Alle Menschen sind nicht gleich stark an diesen Aberglauben, an alte Traditionen und Vorstellungen gebunden. Einige haben eine Lebensweise oder Lebensführung, die sich stark der bereits erwähnten siebzigprozentigen Einhaltung des Liebesgesetzes oder dem Höhepunkt dessen nähert, was hier auf der gegenwärtigen irdischen Ebene erfüllt werden kann. Andere befinden sich in einem Zustand, wo sie nur fünfzehn, zwanzig oder fünfundzwanzig Prozent des Grundgesetzes des Alls erfüllen können. Und es ist klar, dass diese weniger liebesbegabten Menschen sehr schwer die Lebensführung verstehen, die eine größere Einhaltung des Gesetzes als ihre eigene repräsentiert, und deshalb nicht gern damit einverstanden sind, ihre eigene Unterlegenheit zuzugeben. Sie neigen deshalb leicht dazu, als Verteidigung ihrer eigenen mangelhaften Wesensart die höhere Wesensart für abnorm, fantastisch und unnatürlich zu halten und sie zu kritisieren. Aber für den höher entwickelten und mehr wissenden Menschen, der eine solche Kritik versteht, bedeutet das natürlich überhaupt nichts.


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