Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Beisetzung - Inhaltsverzeichnis |
19. Kapitel |
| Eine neue wissenschaftliche Forschungsmethode |
Aber der "Mensch kann nicht von Brot allein leben".
Und das Leben kann nur kraft der Aneignung neuen Wissens aufrechterhalten werden.
Alle Bewegung im Dasein besteht infolge des "Livets Bog" nur darin, Unwissenheit in Wissen umzuwandeln.
Die irdische Wissenschaft ist deshalb auch nicht am Absterben, im Gegenteil, sie ist sehr lebenskräftig.
Ihre gegenwärtige Forschungsmethode dagegen ist am Absterben.
Sie hat ihre Rolle ausgespielt und hat den Geist als Materie, als Sternnebel, als Urstoff sichtbar gemacht.
Da die Wissenschaft also nun das höchste Resultat von dem erreicht hat, was mit ihrer gegenwärtigen Forschungsmethode erreicht werden kann, wird sie von den Begebenheiten selbst zu einer ganz neuen Methode der Beobachtung oder Forschung gezwungen werden, die die Materie, den Sternnebel, den Urstoff als Geist, Bewusstsein und Leben sichtbar macht.
Die Resultate der Richtungen dieser neuen wissenschaftlichen Forschungsmethode werden den Tod als Ausdruck für Leben offenbaren und alles Wissen zu Geisteswissenschaft machen.
Diese Forschungsmethode wird also das vollkommene Instrument sein, mit dem die ewigen Fakten rechtmäßig sichtbar werden, Gott offenbart und die Unsterblichkeit erlebt wird.
Die äußerste Peripherie des materiellen Wahrnehmungshorizonts sowohl hinab ins Kleine als auch hinauf ins Große sind also Sterne, Sonnen und Milchstraßensysteme. Und der ewige okkulte Satz "wie im Kleinen so im Großen, wie im Großen so im Kleinen" erhält hier seine unumstößliche Bestätigung. Zwischen diesen beiden Peripherien von Sternen verlässt die Materie ihre Urform und zeigt sich dem Individuum als die "erschaffene Welt", die wiederum in Form von Stoff und Materien, in Form von Gedanken und Dingen zum Erleben des Lebens, zur Kommunikation Gottes, zur Führung der Vorsehung jeden Lebewesens wird. Für dieses Wesen sind also die beiden Peripherien zwei ferne Horizonte, aber das bedeutet keinesfalls, dass sie somit der Forschung, der Wahrnehmung unzugänglich wären, sondern dass alle Wahrnehmung hier in eine ganz neue Phase eintreten muss, in eine ganz andere Form von Erleben. Das Leben tritt hier in völlig neuen Dimensionen hervor. Und deshalb muss ja die alte wissenschaftliche Forschungsmethode, wie schon gesagt, hier von einer ganz anderen und diesen Dimensionen angepassten Erlebnisform abgelöst werden. |
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