Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Beisetzung - Inhaltsverzeichnis |
34. Kapitel |
| Warum es unlogisch ist anzunehmen, dass eine logische Schöpfung ohne ein Willen führendes Ich stattfinden kann |
Wie aber kann ein Wesen in einem Fall ein Prinzip hundertprozentig verleugnen, das es im anderen Fall als realistische Tatsache erlebt? –
Weil dieses Wesen den "Schöpfer" im ersten Fall nicht sieht, während dieser im zweiten Fall eine physische Tatsache ist.
Der wirkliche Umstand ist ja der, dass es auf dem Gebiet, wo das menschliche Wahrnehmungsvermögen am schärfsten oder am sehendsten ist, d.h. das Gebiet, das aus Details besteht, die von Menschen und von anderen für menschliche Sinne erkennbaren Lebewesen erschaffen worden sind, schon längst zur Tatsache geworden ist, dass "sich nichts von selbst erschaffen kann".
Wenn es aber auf dem Gebiet, wo die Menschen am schärfsten sehen und mit dem sie am meisten vertraut sind, eine Tatsache ist, dass sich nichts von selbst erschaffen kann, dass keine intelligenz- oder vernunftmäßigen Strukturen oder Kombinationen, d.h. in diesem Fall Stühle, Tische, Uhren, Kleidung, Beförderungsmittel, Kunst, Literatur usw., entstehen können, ohne dass jede einzelne Erscheinung ein Resultat vorausgehenden Denkens, Wollens und Fühlens ist, wie könnte dann eine intelligenzmäßige Struktur von sich selbst entstehen und existieren auf den Gebieten, wo die Beobachtungsfähigkeiten der Menschen nicht imstande sind, klar und scharf zu sehen? –
Hier ist allerdings nicht die Rede von Stühlen, Tischen, Uhren usw., sondern von den Organismen der Lebewesen, den Einzelheiten in der Natur, in der Umwelt, im Universum.
Wer aber wagt es zu behaupten, dass diese Details nicht intelligenzmäßig, nicht zweckmäßig, keine Glieder in großen vernunftmäßigen Kombinationen sind? –
Ist nicht das Studium der Logik, der Intelligenz, der Weisheit, womit diese Einzelheiten aufgebaut sind, die Basis für die höchsten wissenschaftlichen Grade, Doktor- und Professorentitel? –
"Doktor" oder "Professor" zu sein ist ja dasselbe, wie sich das "Wissen" oder die Intelligenz der "Natur" in den speziellen Bereichen angeeignet zu haben, in denen man eben Professor oder Doktor geworden ist.
Zwischen den Einzelheiten, die die Menschen erschaffen haben, und denen, die die "Natur" erschaffen hat, gibt es nur den Unterschied, dass die letzteren noch wissenschaftlicher oder intelligenter aufgebaut sind als die zuerstgenannten. Wenn aber die schwächsten oder die intelligenzmäßig unvollkommeneren Einzelheiten im Dasein, die die Menschen überblicken können, also nicht ohne einen "Schöpfer" entstehen können, wie sollten dann die größten und komplizierteren, intelligenzmäßigen Erscheinungen in unserer täglichen Umgebung, die die Menschen nicht überblicken können, ohne einen "Schöpfer" entstehen, ohne ein denkendes, ohne ein "lebendes Etwas", das Willen, Intelligenz und Gefühl manifestiert? – Ausgeschlossen! |
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