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74. Kapitel

Wenn eine Leiche ausschließlich aus Mineralmaterie bestände, wäre die Einäscherung keine Förderung des tötenden Prinzips  Da die Mineralmikroindividuen auf der physischen Ebene gefühllos sind und ihr Tagesbewusstsein auf der geistigen Ebene haben, kann ein Auflösungsprozess der Mineralmaterie diesen Wesen also keinen Schmerz und keine Leiden verursachen, auch wenn er dem Makroindividuum natürlich indirekt in großem Ausmaß Schmerz und Leid verschaffen würde, da dieses dadurch den Schutz und das Fundament für das Dasein seiner Organmikroindividuen verlieren würde, was wiederum ein Chaos auslösen und die Mission dieser kleinen Wesen als Träger der Empfindungsfähigkeit des Makroindividuums zunichte machen müsste. Ein Auflösungsprozess der Mineralregion im physischen Organismus eines Lebewesens würde den Untergang des Organismus oder den sog. physischen Tod des Makroindividuums bedeuten.
      Etwas ganz anderes gilt dagegen für die Mineralmaterie außerhalb der organischen Körper. Hier sind Schmelzen, Auflösung, Kristallisierung nur ganz natürliche Prozesse. Und wenn ein vom Makro-Ich verlassener physischer Organismus, d.h. eine Leiche, ausschließlich aus Mineralmaterie bestehen würde, wäre eine "Einäscherung" etwas ganz Natürliches und ganz ohne jegliche Förderung des tötenden Prinzips mit seinen dazugehörigen Verstümmelungen und Leiden. Aber eine Leiche besteht nicht nur aus Mineralmaterie, sie ist kein "toter" Organismus, weil sie vom Makro-Ich verlassen ist. Sie ist noch ein Universum für lebende und physisch bewusste Organmikroindividuen. Und wir werden im Folgenden davon Zeuge, welch ein entwürdigendes Heidentum und welch eine Übertretung des fünften Gebots eine "Einäscherung" ihrer wahren Natur nach ist und wie ausgeschlossen sie deshalb in jeder beliebigen Zivilisation und Kultur sein wird, die auf der allerhöchsten Weisheit und Liebe basiert.


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