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87. Kapitel

Den Erdball als Lebewesen anzusehen, ist im Prinzip dasselbe, wie ein Wesen unserer eigenen Art in millionenfacher Vergrößerung zu sehen  Durch das Obengenannte haben wir nun so viele Vorkenntnisse vom Lebensmysterium bekommen, dass es verhältnismäßig leicht sein wird, den Sinn der folgenden Analyse von der Ungeheuerlichkeit der Einäscherung, die diese für das Leben des Stoffes bedeutet, verstehen zu können. Wir haben also gesehen, dass der Erdball ein Lebewesen ist. Wir haben das Vorhandensein derselben Prinzipien in seinem Organismus gezeigt, die wir in unserem eigenen Körper finden und die Ausdruck für die Manifestation eines Lebewesens sind. Wir konnten natürlich nur rein elementar vorgehen, haben jedoch jene Gebiete im Organismus des Erdballs, jene Naturkräfte aufgezeigt, die bei einer näheren Analyse oder Erforschung unabweisbar die Gedankengänge und die Fazits zu Tatsachen machen, die ich hinsichtlich der Lebensfunktionen des Erdriesen aufgezeigt habe und die – vielleicht zum ersten Mal – den Lesern einen schwachen Hauch von der Empfindung eines Lebewesens hinter den Meeren von Kräften gegeben haben, die der Leser gewohnt ist, als Natur zu betrachten, als Himmel und Erde, als Kontinente und Meere, als Licht und Dunkelheit.
      Es kann natürlich noch viel mehr geben, wogegen der Leser Einwände vorbringen oder worüber er hinsichtlich der Identität des Erdballs als Lebewesen Fragen stellen möchte, aber diese Einwände oder Fragen drehen sich alle nur um den Unterschied, den es notwendigerweise zwischen den Lebensfunktionen des Erdriesen und denen seiner Mikrowesen geben muss in Bezug auf den Einfluss der überliegenden Spirale, der das Erdwesen angehört. Und der Leser muss also verstehen lernen, dass das Erdwesen nur prinzipiell die Lebensfunktionen mit ihm gemeinsam hat, jedoch nicht, was die materielle Form der Entfaltung dieser Funktionen betrifft. Diese ist natürlich wie die Körperform unbegrenzt und kann ins Unendliche variiert werden. Im göttlichen Weltplan gibt es keine allgemeine Bedingung für materielle Nahrungsaufnahme, dass diese z.B. mit Hilfe von Messer und Gabel vor sich gehen oder eine in einem besonderen Magen vorkommende Ansammlung von groben Materien sein müsse, die in diesem Magen ihren Verdauungsanfang hätte. Dies ist nur eine einzelne spezielle lokale Methode für die materielle Ernährungsform im Weltall.
      Dass diese Methode nicht die einzige im Universum ist, kann schon hier auf der Erde durch die Erforschung der Ernährung der Pflanzen beobachtet werden, die ja auf eine ganz andere Weise vor sich geht. Dass das Erdwesen seine materielle Nahrung in Form von "Sonnenstoff" erhält, ist also absolut nichts Merkwürdiges oder Unnatürliches, da diese Ernährungsform auch nur eine der zahlreichen Variationen desselben Prinzips im Weltall ist. Selbst wenn vieles in der Erkenntnis der Erde als Lebewesen merkwürdig zu sein scheint, darf man natürlich nicht vergessen, wie kolossal groß dieses physische Wesen ist, das wir hier vor uns haben, und wie fantastisch klein die physischen Augen der Leser im Verhältnis zu diesem Wesen sind. Alles kann infolgedessen nur im Riesenformat gesehen werden, alles wird grotesk und völlig ohne die harmonisierende und mildernde Anpassung oder Zusammenschmelzung mit den Umgebungen, die sich bei der gewöhnlichen Beobachtung von Wesen aus der eigenen Lebenszone des Individuums in allen Blickfeldern geltend macht und wo der gesamte Überblick über das physische Äußere eines jeden einzelnen Lebewesens in reichem Übermaß gewohnheitsmäßig zugänglich ist. Die Erde als ein Lebewesen zu sehen ist im Prinzip fast dasselbe, wie ein Wesen unserer eigenen Art in millionenfacher Vergrößerung zu sehen. Alles wäre, so betrachtet, genau so grotesk, unnatürlich und schwierig als Details im Organismus eines Lebewesens aufzufassen, wie es für den beginnenden Geistesforscher schwierig ist, die Realitäten, die wir heute insgesamt die "Natur" nennen, als Lebensfunktionen im Organismus eines Lebewesens aufzufassen.


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