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89. Kapitel

Das Größenverhältnis von Makrokosmos und Mikrokosmos uns gegenüber ist nur ein Verhältnis kosmischer Perspektiven  Dadurch, dass das Mikroindividuum seine Beobachtung auf seine eigene Identität als Mikroindividuum richtet, erhält es den größtmöglichen Zugang zu den Mikrowelten, den es gibt. Hier ist die Offenbarung beinahe hundertprozentig. Hier liegt der Brennpunkt der göttlichen väterlichen Kommunikation.
      Hier wird man vielleicht einwenden, dass zwischen unserem Leben und dem der Mikroindividuen ein sehr großer Unterschied besteht. Darauf muss ich antworten, dass zwar ein Unterschied besteht, dass dieser Unterschied aber nur in oberflächlichen Details hervortritt und kein Artunterschied, sondern nur ein Gradunterschied ist. Die Lebensprinzipien sind in allen Spiralen dieselben, sowohl in den überliegenden als auch in den unterliegenden. Will man es sich deshalb richtig klar machen, was bei einer Einäscherung geschieht, soll man das Bewusstsein nicht auf die Mikroindividuen richten, da diese ja als die äußerste Peripherie der Wahrnehmung hervortreten und sich trotz des Mikroskops in den leuchtenden Nebeln dieser Peripherie verlieren.
      Dass etwas als mikroskopisch hervortritt und in den leuchtenden Materien verschwimmt, ist nur ein Ausdruck dafür, dass es sich eben weit entfernt vom deutlichen und zugänglichen Zentrumsgebiet des Wahrnehmungsfeldes befindet, d.h. von dem Gebiet, auf dem das Individuum seine allerhöchste Beobachtungs- und Analysierungsfähigkeit hat und in dem die Kommunikation des göttlichen Vaters ihren Höhepunkt erreicht hat.
      Aber so wie ein Ding vom Brennpunkt der Wahrnehmung zu weit entfernt sein und deshalb in einem viel zu hohen Grad übersehen werden kann, so dass es als ein kleiner detailloser Punkt in der Ferne verschwindet, kann ein Ding diesem Brennpunkt auch viel zu nahe sein und deswegen, wenn auch nur mit einem einzelnen Detail in seinem Gebiet, das ganze Wahrnehmungsfeld ausfüllen und dadurch unübersichtlich, riesenhaft oder makrokosmisch wirken. Mikrokosmos und Makrokosmos machen also in der Realität nur ein Verhältnis geistiger Perspektiven aus.


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