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| Das Schicksalsspiel des Lebens - Inhaltsverzeichnis |
4. KAPITEL
Die Wechselwirkung zwischen "Gott" und dem "Gottessohn"
Wir sind also auch Co-Regisseure im großen Schicksalsspiel.
Aber der lebendige und beständig neu erschaffende Ober-Regisseur, der unsichtbar hinter allem im Schauspiel des Lebens anwesend ist, ist die Gottheit, in der wir alle "leben, uns bewegen und sind".
Dieser Regisseur führt die Schauspieler, die unsere Vergangenheit repräsentieren, wie auch die Schauspieler, die unsere Zukunft repräsentieren.
Ja, man kann sogar sagen, dass er gewissermaßen mit diesen Schauspielern identisch ist, da deren Ich ein Teil seines Ichs ist, deren Schöpfungsfähigkeit ein Teil seiner Schöpfungsfähigkeit ist, und deren Einkleidung in die Materie, in der sie zurzeit ihre Rolle spielen, ein Organ in seinem großen Organismus ist.
Alle unsere Mitspieler im Schicksalsspiel des Lebens sind Werkzeuge der Gottheit.
In Wirklichkeit gibt es also nur zwei, die auf der Bühne auftreten: "Gott" und der "Gottessohn". Die Kulissen sind alles, was unter den Begriff Natur fällt. Die Maskierungen sind, was Gott betrifft, alles, was unter den Begriff Mitwesen fällt, während die wechselnden Masken und Verkleidungen, was den Gottessohn betrifft, aus all den physischen und seelischen Organismen bestehen, die er durch die Erdenleben oder durch die vielen verschiedenen Stadien der Entwicklung hindurch repräsentiert hat und repräsentieren wird. Alles, was wir repräsentiert haben – vom Mineral angefangen über die Pflanze und das Tier bis zum Erdenmenschen – stellt somit nur Maskierungen dar, derer sich das Ich in bestimmten Situationen bei der Ausführung seiner Rolle im Schicksalsspiel bedienen muss. Und in dieser Weise stellen alle Arten von Mitwesen die speziellen Maskierungen dar, durch die Gott seine Rollenbesetzung in den vielen verschiedenen Szenerien des ewigen Spiels durchführen kann. Es gibt keine Rolle im Spiel des Lebens, die der Erdenmensch nicht eines Tages spielen könnte. Wenn er durch den Zuschauer in seinem eigenen Bewusstsein eine Rolle begehrt, bekommt er die Möglichkeit, sie zu spielen. Alle können "ganz oben sein" und gefeiert werden, wenn sie einen ausreichend starken Wunsch danach haben, und sie können in Macht und Herrlichkeit leben. Aber sie müssen natürlich auch die Erfahrungen machen, die sie in einer solchen Rolle anderen beibringen, eventuell in Form von Tyrannei, Hochmut und Gleichgültigkeit dem Leben anderer gegenüber. Das wird ihnen im nächsten Akt begegnen. Dann wird das zu ihrer Vergangenheit und andere Schauspieler im Schicksalsspiel des Lebens, die in der Gegenwart diese Vergangenheit repräsentieren, werden ihnen dort zeigen, wie das von ihrer früheren Umgebung erlebt wurde. Dadurch entstehen neue Wünsche und Begehren im Bewusstsein, Sehnsüchte nach einem Zustand ohne Tyrannei und Unterdrückung anderer, und die Talente der Nächstenliebe fangen an, ausgebildet zu werden. Keime für hochintellektuelle Lebensentfaltung wachsen im Bewusstsein hervor, und auch wenn Organismus für Organismus verschlissen wird oder stirbt, so treten die Lebewesen in immer schöneren Organismus hervor. Und als Basis für ihr Auftreten auf der Bühne des Lebens dienen ihnen ihr ewiges Ich und ihre ewige Schöpfungsfähigkeit, die sich in der Gegenwart durch die Talentkerne entfalten, welche der Gottessohn in seiner Eigenschaft sowohl als Schauspieler als auch als Zuschauer und beginnender Co-Regisseur im Schicksalsspiel des Lebens ständig im Schicksalselement seines Überbewusstseins entwickelt. "Der Mensch als Gottes Abbild" ist der Co-Regisseur im Schicksalsspiel des Lebens, der allmählich die Prinzipien der Schöpfung oder Verwandlung kennengelernt hat, die der "große Regisseur" ständig entfaltet, nämlich hundertprozentig zur Freude und zum Nutzen für die Lebewesen zu sein, und alle irdischen Wesen sind auf dem Weg zu diesem Zustand. Sie erleben die Akte des Schicksalsspiels nicht gleichzeitig. Einige erleben einen Teil des Spiels, der für andere bereits Vergangenheit ist, und andere erleben etwas in der Gegenwart, das für viele ihrer Mitwesen noch Zukunft ist. Aber alle leben sie ihr tägliches Leben mitten in der Ewigkeit und Unendlichkeit, und kein Wesen wird mehr Licht, Liebe und Glück erleben als irgendein anderes Wesen, obwohl ihr Erleben in der Gegenwart nicht dasselbe ist. |
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