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Die Unsterblichkeit der Lebewesen - Inhaltsverzeichnis   

 

 
3. Kapitel
Was uns die Entwicklung des Lebewesens bestätigt
Wie können wir nun im täglichen Leben etwas finden, was uns die Unsterblichkeit des Lebewesens bestätigt? Ja, hier müssen wir uns natürlich zuallererst den großen Schöpfungsprozess der Natur begreiflich machen und dadurch sehen, dass es keine Zufälligkeiten sind, die die Schöpfung bewirken, die Sonnen und Galaxien im Mikrokosmos und Makrokosmos steuern und leiten, die Leben und Schicksal der Lebewesen bestimmen usw. Dieser große Schöpfungsprozess ist nicht in allen Erscheinungen unüberschaubar für den uneingeweihten Menschen. Er kann in außerordentlich großen Gebieten mit Hilfe der allgemeinen intellektuellen Fähigkeiten des Menschen erforscht und kontrolliert werden. Er zeigt viele fertige Ergebnisse, die der menschlichen Erlebensfähigkeit hundertprozentig zugänglich sind. Diese fertigen Resultate der Schöpfung der Natur, d.h. Gottes, zeigen, dass sie alle ohne Ausnahme in ihrem Endergebnis zur Freude und zum Segen für die Lebewesen sind. Zu diesen fertigen Resultaten gehören u.a. unsere Sinne. Sind nicht unser Sehen, unser Geruchs- und Geschmackssinn sowie alle unsere anderen Lebensorgane ein Segen für uns? Ist nicht die Verwandlung der Erde von einem flammenden Feuerozean, einem tosenden Weltbrand in ihren jetzigen Zustand als ein glänzender Himmelskörper für vegetabilische und animalische Lebewesen eine Verwandlung oder Schöpfung, die zur Freude und zum Segen für die Lebewesen ist?
      Es gab also einmal eine Zeit, in der die scheinbar leblosen Mineralformen die einzigen erschaffenen Erscheinungen auf der Erde waren. So wurden die Mineralformen zu Pflanzenformen. Die Pflanzenformen entwickelten sich und wurden zu Tierformen oder Tierorganismen. Die Tierorganismen wurden zu Menschenorganismen. Durch millionenjährige Entwicklungsepochen ging also eine große Schöpfung in der Materie vor sich, die in einer Entwicklung von Organismen für Lebewesen resultierte, die die ganze Zeit immer vollkommener wurden. Und wir sehen, dass sich diese Entwicklung immer noch fortsetzt. Hinter allen diesen äußeren Erscheinungen oder Organismen gibt es ein "Etwas", das durch diese Organismen erlebt. Dieses "Etwas" in Verbindung mit einem Organismus macht das aus, was wir als ein "Lebewesen" kennen. Dieser ganze große Entwicklungsprozess wird also von Lebewesen erlebt. Bei Tieren und Menschen ist dieses Erleben wacher tagesbewusst als bei den Pflanzen. Innerhalb des Gebiets der Menschen sehen wir auch, dass die Menschen der Gegenwart nicht in der Unwissenheit und Primitivität leben, in der z.b. unsere Vorväter lebten. Sie mussten in Höhlen und Grotten leben. Sie hatten keine feinen und weichen Kleiderstoffe wie die, mit denen wir heute gesegnet sind. Sie hatten keines all der technischen Güter, die der Menschheit von heute verschwenderisch zur Verfügung stehen. Wir werden also in moderne Verhältnisse geboren, in schöne Häuser, haben schöne Beförderungsmittel und wunderbare Maschinen, die für die Menschen arbeiten können. Wir werden geboren in zivilisierten Verhältnissen, mit einem physischen Wissen und Können, das gigantisch hoch erhaben ist über die Lebensbedingungen des Vorzeitmenschen. Aber noch gibt es viel Unangenehmes und viele Beschwerlichkeiten, unter denen die Menschen heute leiden müssen, von denen aber die Menschen der Zukunft völlig frei sein werden. Diese werden so hoch erhaben über dem Menschen von heute stehen, wie dieser über den Naturmenschen der Urwälder oder aus dem Inneren Afrikas erhaben ist. Gleichzeitig sehen wir, dass diese Entwicklung auch die Gesinnung und Lebensauffassung der Lebewesen von Brutalität in Humanität verwandelt. Während man in einem gegebenen Vorzeitstadium meinte, dass dies, seine Feinde mit Macht oder Unterdrückung vernichten zu können, etwas Glorreiches war, die völlig richtige Weise für Gottesanbetung war, beginnt man nun, Widerwillen gegen eine solche Gottesanbetung und Daseinsform zu empfinden. Und heute wünschen die Menschen einen wirklich dauerhaften Frieden auf Erden. Wenn sie Krieg führen, dann geschieht das, weil sie noch nicht richtig einen anderen Weg zur Befreiung oder Erlösung von Krieg und Unglück wahrnehmen können, den sie sich von Herzen wünschen. Und doch beginnt da eine große Kraftentfaltung zugunsten der Schaffung eines wahren Wegs zum Frieden durch Frieden und nicht durch Krieg. Aber ganz abgesehen davon lebt ein großer Teil der gesamten Erdenmenschheit heute unter weit vollkommeneren und gesünderen Verhältnissen als die Menschen in der Vergangenheit. Der Wunsch nach Frieden, der Wunsch nach Gerechtigkeit für alle Menschen wächst und breitet sich über die ganze Erde aus. Dieser ganze große Entwicklungsprozess, dem alle Lebewesen unterworfen sind, kann mit einem großen Strom verglichen werden, dessen Wasser von dunklen und düsteren unterirdischen Höhlen bis zu schönen, sonnigen Gefilden fließt. Er bestätigt, dass Gott alle Lebewesen zum Licht führt.


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